Donnerstag, 7. Juni 2007

COOP Werbung




spannende Infos unter: www.coop.ch/nachhaltigkeit







Früchte aus aller Welt zu jeder Zeit und an jedem Ort

1. Worin liegt unsere Betroffenheit?

In der Mensa präsentieren sich schön angerichtete Ananas. Das Wasser läuft einem im Mund zusammen und es ist ein verlockendes Angebot diese Ananas zu kaufen. Im Moment ist die Saison der exotischen Früchte und wir finden in den Lebensmittelläden eine riesengrosse Fülle davon. Doch wie sieht es zu anderen Jahreszeiten aus? Eine Erdbeertorte nach dem üppigen Essen an Heilig Abend. An den grauen Regentagen im Oktober holt man sich kurz eine Papaya, eine Mango oder eine Orange aus dem Laden. Und wie wäre es zu der gleichen Zeit, schon mit dem Kauf der Mandarinen zu beginnen?

Wir finden den Kauf der Früchte wird ohne grosse Überlegungen gehandhabt. Das grosse Sortiment zu jeder Jahreszeit ist allzeit verlockend. Auch wir zählen uns zu den Konsumenten, welche auch ab und zu nach dem Lust-Prinzip vorgehen und Früchte einkaufen, die gar nicht saisonal sind. Es macht uns auch betroffen zu sehen, dass wer zahlt befiehlt! Derjenige mit viel Geld kann sich Früchte „en masse“ kaufen, ohne zu schauen, ob es wirklich die richtige Zeit dafür ist. Und natürlich wird auch kein Blick zurück geworfen, wer alles an der Arbeit und am Weg beteiligt ist, damit die Früchte so schön und knackig aussehen.


2. Analyse der Bedürfnisse

- Jederzeit und an jedem Ort die gewünschte Frucht kaufen können
- Kein Improvisieren beim Kochen und Backen à Früchte immer erhältlich
- Lustprinzip à kaufen, wozu ich Lust habe
- Zeichen von Luxus
- Menschen können kaum mehr darauf verzichten
- Menschen, die allergisch auf unsere Früchte reagieren, decken den Vitaminbedarf mit ausländischen Früchten


3. Analyse der Handlungsbedingungen

- Wir sind auf andere Länder angewiesen, die uns die Früchte liefern z.B. Banane aus Südamerika
- Unsere Gesellschaft ist auf die Agrarkultur in wärmen Gefilden angewiesen z.B. Olivenhaine aus der Türkei
- Für solche Importe werden Menschen als billige Arbeitskräfte oder sogar Kinder dafür missbraucht
- Auf schnelle, aber umweltbelastende Transporte können wir nicht mehr verzichten à Flugzeug verursachen einen enormen CO2-Ausstoss
- Das Angebot der ausländischen Früchte wird immer vielfältiger und reichhaltiger
- Werbungen und Medien animieren knacke, frische und exotische Früchte zu kaufen
- Das uns Bekannte ist für uns langweilig geworden à die exotischen Früchte reizen uns


4. Fachliche Aufarbeitung zum Produkt

- Max Havelaar – fairer Handel: http://www.maxhavelaar.ch/de/maxhavelaar/aktuell.php?news_id=67

- Fair – Trade: im Auftrag von WWF:
http://www.fairtrade.at/phps/?thema=&zo=&faqnr=&ID=

- Obst der Saison:
http://marktcheck.greenpeace.de

- Information zu den exotischen Früchten:
http://kidsnet.at/Sachunterricht/obst/fruecht_exot/exot_baum.htm

- Gentechnik keine Lösung im Kampf gegen Hunger:
http://gutzumleben.de/fuersiegelesen/genmanipulation/50254294d809ddb01.html

- Streik der Arbeitskräfte:
http://banafair.de

- Nachhaltigkeit: Für alle, die nach uns kommen:
http://www.coop.ch/nachhaltigkeit/


5. Umsetzungskonzept für die Mittelstufe: „Alles Banane“

1.- 3. Lektion:

- Wie die Banane zum Name kam à S schreiben selber Ideen auf / Auflösung im Plenum
- Frucht: was ist überhaupt eine Banane
- Sorten: Obstbananen, Babybananen, Kochbananen und Essbananen
- Blüte, Staude und Blätter à wo wächst die Banane
- Verwendung: in verschiedenen Ländern, Sitte und Bräuche -
z.B. als Dessert, für Gerichte / Gegenstände werden hergestellt: Schirme, Verpackungen, Gefässe
- Verbreitung: Costa Rica, Ecuador, Kolumbien, etc. / auf Landkarte aufzeigen & Weg in die Schweiz

- Transportmöglichkeiten à Flugzeug, Frachtschiffe, Camion
- Arbeitskräfte: wer alles daran beteiligt ist: Fair Trade -
Plakate zu einzelnen Themen gestalten und Diskussion in Kleingruppe oder im Plenum führen

4. Lektion:

- Möglichkeiten der Genmanipulation: Begriff kennen lernen
- Ethische Diskussion: Ist Genmanipulation vertretbar?
- Lösungsansatz: öko-faire Bananen (Banafair)


6. Überprüfung des Umsetzungskonzeptes mit den Qualitätsmerkmalen

Fokus Kind

- Kindsgemässheit: Jedes Kind kennt und isst exotische Früchte
- Lebensnähe: Zu Hause, im Supermarkt und in der Schule werden die Kinder mit dem Sachverhalt der exotischen Früchten konfrontiert -
Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Es wird immer aktueller, dass das Angebot an nicht-saisonalen Esswaren das ganze Jahr über zu kaufen ist. Kinderarbeit, Fairtrade und Labels nehmen in der nachhaltigen Diskussion zunehmend Raum ein.


Fokus Sache

- Sachgemässheit: Bananen sind als wesentliche Exportmittel bei allen Kindern bekannt.
- Multiperspektivität: biologisch, ökonomisch, sozial und ethisch begründbar
- Vernetzung: Menschenrechte, fairer Handel, Frucht als Genussmittel, Frucht als „fremdes“ Objekt kennen lernen.
- Wert- und Sinnorientierung: ist der Lebensstil unter diesen Umständen (Frucht-Import) vertretbar?
Wer muss alles darunter leiden, damit wir unsere Gelüste befriedigen können.

Fokus Lernen

- Exemplarizität: Film zu Fairtrade, Fotos/ Visualisierungen zu Früchten, Früchte „persönlich“ in die Schule mitbringen.
- Problemorientierung / exploratives Lernen: Wie könnten wir die Lücke, welche ein Importstopp von fremden Früchten hinterlassen würde, stopfen? Genügen uns unsere eigenen Nahrungsressourcen? Sind sie vielfältig genug? Wie könnten wir das Denken der Menschen verändern?
- Handlungsorientierung: Kinder vergleichen in Supermärkten die Früchte/Preise und Recherchieren im Internet über die Wege und Mittel eines Imports.
- Originale Begegnung / Realanschauung: Besuch bei einem Grossverteiler à woher kommen die Früchte? Wie lange sind sie überhaupt haltbar? Wie viel kosten sie?
Prozess- und Ergebnisorientierung: Wissen am Anfang und Wissen am Schluss vereinbaren à Advance Organizer, Plakate


Jede zweite Banane ist aus fairem Handel!

Autorinnen: Stéphanie Aschmann, Céline Huber, Martina Schnelli & Stefanie Dudler


Sonntag, 3. Juni 2007

"Bring- und Hol-Aktion"

1. Es war nicht gerade einfach Gegenstände zu finden. Ich dachte länger nach und ging dann in den Keller. Dort fand ich auch nicht wirklich was Sinnvolles. Doch mit der Zeit als ich mehrmals durchs Haus lief, fand ich dann doch noch fünf Gegenstände.

2. Ich wählte meine Gegenstände nach keinen bestimmten Kriterien aus. Die Dinge sollten einfach noch in einem guten Zustand sein.

3. Drei Gegenstände nahm ich leichten Herzens mit. Bei zwei Gegenständen dachte ich schon zuerst, ob ich es nicht doch behalten soll. Doch schlussendlich brauche ich es nicht mehr, nur weil es mir wieder bewusst wurde, dass ich diese Dinge besitze, dachte ich kurz daran, diese zu behalten.

4. Es war spannend durch die Räume zu gehen und zu sehen, was die anderen mitgebracht hatten. Natürlich war es schon ein bisschen komisch, dass man jetzt einfach so etwas mitnehmen kann. Vor allem am Anfang verlief es zögerlich bis die ersten einen Gegenstand genommen hatten, danach traute man sich eher auch zu zugreifen.

5. Das spielt mir eigentlich keine Rolle, dass nicht alle meine mitgebrachten Gegenstände weggegangen sind. Man soll ja auch die Sachen wegnehmen, welche man auch gebrauchen kann. Und vielleicht brauchte niemand die Gegenstände, welche noch übrig geblieben sind.

6. Ich habe mehr mitgebracht als mitgenommen. Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich etwas mitnehmen wollte, was ich auch brauchen kann und ich nicht nachher noch entsorgen muss. Ich habe ein spannendes Buch gefunden. Dies bringt mir mehr, als fünf Gegenstände, welche sowieso zu Hause herum liegen. Mir war es wichtiger auf die Qualität anstatt auf die Quantität zu achten.

7. Ich könnte mir eine solche „Bring- und Hol-Aktion“ in der Schulpraxis gut vorstellen. Vielleicht würde ich die Gegenstände genauer bestimmen, die mitgebracht werden sollen, also zum Beispiel alles Bücher, CD’s und Videos. Oder man könnte eine solche Aktion gut als Schulhausprojekt lancieren. Jede Klasse bringt zu einem Thema Gegenstände mit oder sammelt sie in der Umgebung, d.h. in der Nachbarschaft, Verwandschaft, usw. Anschliessend fände man in jedem Klassenzimmer andere Gebrauchsgegenstände. Man könnte dies natürlich auch ausweiten, so dass auch die Eltern eingeladen wären.

Freitag, 1. Juni 2007

Vernetzte Welt II

Mit grossem Interesse und auch berührt lese ich immer wieder in Ihrem Blog und möchte mich heute wieder melden. Draussen sind schwarze Wolken aufgezogen, der See hat seine Farbe von grün auf grau bis grauschwarz gewechselt und an "meiner" Robinie vor dem Büro bewegen sich heftig die Zweige und Blätter. Kein Vogel mag im Moment singen - wo sind sie den alle hin, frage ich mich aus der Wärme und relativen Sicherheit meines Büros heraus?

Wie wunderbar, diese wechselnden Stimmungen hier auf Mariaberg, die Bewegung und die Farben des Wassers. Das ist so anders als die Landschaft vor meinem Zuhause, wo es die Berge sind, die mir Festigkeit und Sicherheit vermitteln. Ich liebe beides, die Ruhelosigkeit des Wassers als Symbol meines Lebens ("alles fliesst") wie auch die Unverrückbarkeit der Berge.



Durch dieses Modul ist ein Thema - die Nachhaltigkeit - erstmals richtig in Ihr tägliches Bewusstsein gerückt und Sie verarbeiten dies in ganz unterschiedlicher, eindrücklicher Weise. Sie merken, dass die Forderung, nachhaltig zu leben uns vor ein Dilemma stellt: bequem und schnell und billig ist häufig nicht nachhaltig. Was kann mich dazu motivieren, nachhaltiger zu handeln, wo es doch Hürden zu überwinden gilt? Schaffe ich es, in einigen Bereichen Routinen im Verhalten zu erreichen, die nachhaltiges Handeln nicht mehr als lästigen Druck oder Verpflichtung aussehen lassen, sondern von innen her motiviert, einfach so, selbstverständlich...? Eins ist sicher: wenn viele dran arbeiten, wenn viele kleine Routinen der Nachhaltigkeit erreichen, dann machen wir insgesamt einen grossen Sprung!



Machen Sie weiter so - auch die Verarbeitung des Auftrags ist Ihnen gelungen, bis auf die Weiterentwicklung, die mir als Nicht-Beteiligte unverständlich bleibt. Für mich spannend ist im Ansatz Künzli vor allem die Visionsorientierung und der Perspektivenwechsel. Den zu praktizieren, selber und mit Kindern ist hilfreich und lohnend.

Bis am Montag - ein erspriessliches und erholsames Wochenende wünscht Ihnen
U.Frischknecht

Donnerstag, 31. Mai 2007

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Globale Perspektiven und neune Kommunikationsmedien

Dieser Artikel hat mir Handlungsmöglichkeiten von Schulen aufgezeigt, um den Herausforde-rungen von Agenda 21 - mehr oder weniger - gerecht zu werden. Mir wurde bewusst, dass jede und jeder der konventionellen Schule die Möglichkeit hat, sich der Agenda 21, zu nähern. Dabei stellt Agenda 21 die grösste und grossartigste Bildungsidee im 20. Jahrhundert dar. Inhaltliche Leitlinien sind Lernziele für ein zukunftsfähiges Leben, die den Lebensstil und die Lernkultur der Agenda-Schule kennzeichnen.

Ich erhielt Impulse für meinen zukünftigen Unterricht, wobei ich einige konkrete Ideen in meinem zukünftigen Unterricht umsetzen möchte: Den Kontrast von Lebenswelten möchte ich den Kindern mit Bildern näherbringen, denn Bilder zeigen bekanntlich mehr als Worte. Ausserdem braucht die Agenda unser Empowerment und deshalb auch Emotionen, die dadurch ausgelöst werden. Zudem möchte ich den Lernenden unbedingt die Bandbreite der Differenz der sozialen und kulturellen Welten in der eigenen Welt bewusst machen und so durch das Erkennen von Chancen und Risiken, ein globales Denken bezwecken. Die Schülerinnen und Schüler werden merken, dass galobale Partnerschaft nur bei symmetrischen Beziehungen funktioniert, wobei jeder von jedem lernen kann.

Ich möchte in verschiedenen Fächern Themenfelder der Agenda 21 aufzugreifen versuchen und dabei mehr Verstehen und Wissen erzielen. Um die Sach- und Fachverhalte Agenda-relevant zu machen, werden sie in den doppelten Bezug gestellt, nämlich der globalen Welt-Wirkung und der Intergenerationellen Folgen. Dies eignet sich übrigens auch besonders gut beim Thema Abfall, wobei folgende drei Fragen eine sachlich-fachliche Auseinandersetzung ermöglichen:
1) Wie sieht die Abfallentsorgung in anderen Regionen der Welt aus?
2) Was werden die Folgen einer umweltfreundlichen bzw. umweltschädlichen Abfallentsorgung sein, zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?
3) Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Ausserdem eignen sich einige Themenfelder auch für ein fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten. Auch unser Blog-Thema "Abfall" in Projekttagen und -wochen kann thematisiert werden, indem Lehrerinnen und Lehrer in festen Teams arbeiten und so eine fächerübergreifende Durchdringung erreichen. Natürlch ist hier auch von Versammlungen der gesamten Schulgemeinde und öffentlichen Präsentationen zu diesem Thema nicht abzusehen.

Vor allem möchte ich aber die Schule auf seine Nachhaltigkeit überprüfen und so die Zusammenarbeit mit Eltern integrieren. Die Kinder sollen dabei Unternehmungsgeist und Selbstwirksamkeit erleben, wobei die Schule nicht als Opfer von Umständen sonder als Gestalter von Geschichte erkannt wird. Die Kinder übernehmen somit eine reale Verantwortung, indem sich individuelle Wünsche und Interessen mit der allgemeinen Pflicht sinnvoll vereinbaren lassen.

Kann denn nicht die Schule vor allem zu einem Neuanfang beitragen?

Céline Huber LGA

Dienstag, 29. Mai 2007

Kurzer Abstecher in die Natur

Auch ich war über Pfingsten die meiste Zeit zu Hause und setzte mich mit schulischen Angelegenheiten auseinander. Leider fand ich darum nicht die Zeit mich intensiv „in die Natur zu setzen“.

Auch ich bin eine aktive und leidenschaftliche Blauringleiterin und leitete schon zahlreiche Lager mit. Jedoch war es für mich dieses Jahr nicht möglich im Pfingstlager teilzunehmen. Damit ich aber trotzdem noch ein wenig „Lagerluft“ schnuppern konnte, half ich am Freitagabend beim Aufstellen der Zelte mit. Es war ein tolles Gefühl anzupacken und den anderen Leiterinnen behilflich zu sein. Nach einiger Zeit hatten wir es geschafft und wir waren richtig stolz auf unsere Künste J. Der Zeltplatz befindet sich auf einer grossen Wiese, umgeben von einem Wald und einem Fluss.

Da war alle tatkräftig angepackt hatten, genossen wir anschliessend noch den wunderschönen Frühlingsabend. Es war einfach herrlich in die Nacht zu schauen und die Ruhe zu geniessen. Die Kochtruppe hat dann auch noch ein Feuer entfacht, was noch mehr zur gemütlichen Stimmung beitrug.

Für mich bedeutete dieser Abend wieder einmal Energie zu tanken und die Natur zu begutachten. Es war schön mit anzusehen, wie es langsam dunkel wurde und wie das Vogelgezwitscher mehr und mehr verstummte und das Zirpen der Grillen immer lauter wurde. Leider mussten wir uns dann langsam wieder auf den Heimweg machen und uns wieder in den hektischen Alltag begeben.

Noch allgemein zur Natur: Die bewusste Wahrnehmung der Natur löst in mir Glücksmomente aus, vor allem dann wenn ich mich so richtig entspannen kann und einfach nichts tun muss. Ich fühle mich dann jeweils wie ein freier Vogel, der das Nichtstun in vollen Zügen geniesst. Diesen Moment erlebte ich schon lange nicht mehr, aber ich kann mich immer wieder daran erinnern. Ich werde dann jeweils ganz ruhig und gelassen. Dieses Gefühl würde mir im Augenblick sehr gut tun. Leider nehmen wir uns im Leben viel zu wenig solche „Auszeiten“, obwohl sie jedem von uns sehr gut tun würden. Auch wir sind ein Teil der Natur und können vieles dazu beitragen.

Sobald ich in der Natur und über längere Zeit an einem Ort bin, ist es mir wichtig, dass ich alles wieder sauber aufräume und den Abfall mitnehme. Leider machen das nicht alle Leute, was mich jeweils sehr ärgert!

Pfingstlager

Für mich waren die Pfingsten immer geprägt vom Pfingstlager. Immer wieder über Pfingsten hatte ich die Möglichkeit die Natur bewusst wahrzunehmen, in der Natur zu leben und einen Teil der Natur zu sein. Leider war es dieses Jahr mangels Zeit nicht möglich. Ich erinnere mich jedoch immer wieder gerne zurück. Man ging drei Tage im Freien zelten. Dies finde ich eine ganz wichtige Erfahrung und ein schönes Erlebnis für Kinder wie auch Erwachsene. Man setzt sich drei Tage mit der Natur auseinander und lebt mit der Natur. Für einige Personen ist dies sehr schwierig und gewöhnungsbedürftig, für andere ist dies ganz normal und angenehm.
So drei Tage lang in der Natur zu zelten ist schon ein spannendes Erlebnis, vor allem wenn das Wetter stimmt. Natürlich ist auch bei Regenwetter der Spass vorhanden, jedoch ist alles ein bisschen schwieriger wie z.B. abkochen über dem Feuer. Wenn es in Strömen regnet, dann ist es nicht einfach ein Feuer beim Brennen zu halten und ebenso ist es nicht angenehm lange neben der Feuerstelle zu stehen und anschliessend mit tropfnassen Kleidern und dreckigen Schuhen zurück ins Zelt zu gehen. Aber an solche Regentage, Blitz und Donner in der Nacht erinnert man sich immer wieder zurück.


Durch diese Zeltlager über Pfingsten habe ich die Natur sowohl bewusst als auch unbewusst wahrgenommen. Bewusst wurde es mir immer dann, wenn man improvisieren musste, also zum Beispiel ein WC bauen. Dann merkte ich, dass ich mich nun der Natur anpassen muss. Genauso ist es bei der Kochstelle, wo man aus Naturmaterialien wie Steine und Holz eine Kochstelle baut, so dass nach Abbruch der Zelte nichts mehr davon zu sehen ist.
Unbewusst nimmt man ebenfalls sehr vieles wahr, dass einem gar nicht auffällt, sondern passt sich automatisch der Natur an, wenn man am zelten ist.

Unser Blogthema „Abfall“ passt gut zum Pfingstlager. Denn etwas vom Wichtigsten während dem Zelten ist es, denn Abfall umweltgerecht zu entsorgen. Man muss sich schon im Voraus überlegen, dass man nur Sachen mitnimmt, welche auch nötig sind und man während den drei Tagen braucht. Ebenfalls ist es bedeutsam, einen grossen Abfallsack aufzustellen, den man gut sieht, so dass wirklich jeder weiss, wo der Abfall zu entsorgen ist und niemand eine Ausrede bringen kann. Es ist auch zu regeln, wo der Kompost entsorgt wird und ob man Taschentücher ins Feuer werfen darf. Solche und andere Frage in Bezug auf Abfall gilt es in einem Pfingstlager tagtäglich zu klären.