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1. Worin liegt unsere Betroffenheit?
In der Mensa präsentieren sich schön angerichtete Ananas. Das Wasser läuft einem im Mund zusammen und es ist ein verlockendes Angebot diese Ananas zu kaufen. Im Moment ist die Saison der exotischen Früchte und wir finden in den Lebensmittelläden eine riesengrosse Fülle davon. Doch wie sieht es zu anderen Jahreszeiten aus? Eine Erdbeertorte nach dem üppigen Essen an Heilig Abend. An den grauen Regentagen im Oktober holt man sich kurz eine Papaya, eine Mango oder eine Orange aus dem Laden. Und wie wäre es zu der gleichen Zeit, schon mit dem Kauf der Mandarinen zu beginnen?
Wir finden den Kauf der Früchte wird ohne grosse Überlegungen gehandhabt. Das grosse Sortiment zu jeder Jahreszeit ist allzeit verlockend. Auch wir zählen uns zu den Konsumenten, welche auch ab und zu nach dem Lust-Prinzip vorgehen und Früchte einkaufen, die gar nicht saisonal sind. Es macht uns auch betroffen zu sehen, dass wer zahlt befiehlt! Derjenige mit viel Geld kann sich Früchte „en masse“ kaufen, ohne zu schauen, ob es wirklich die richtige Zeit dafür ist. Und natürlich wird auch kein Blick zurück geworfen, wer alles an der Arbeit und am Weg beteiligt ist, damit die Früchte so schön und knackig aussehen.
2. Analyse der Bedürfnisse
- Jederzeit und an jedem Ort die gewünschte Frucht kaufen können
- Kein Improvisieren beim Kochen und Backen à Früchte immer erhältlich
- Lustprinzip à kaufen, wozu ich Lust habe
- Zeichen von Luxus
- Menschen können kaum mehr darauf verzichten
- Menschen, die allergisch auf unsere Früchte reagieren, decken den Vitaminbedarf mit ausländischen Früchten
3. Analyse der Handlungsbedingungen
- Wir sind auf andere Länder angewiesen, die uns die Früchte liefern z.B. Banane aus Südamerika
- Unsere Gesellschaft ist auf die Agrarkultur in wärmen Gefilden angewiesen z.B. Olivenhaine aus der Türkei
- Für solche Importe werden Menschen als billige Arbeitskräfte oder sogar Kinder dafür missbraucht
- Auf schnelle, aber umweltbelastende Transporte können wir nicht mehr verzichten à Flugzeug verursachen einen enormen CO2-Ausstoss
- Das Angebot der ausländischen Früchte wird immer vielfältiger und reichhaltiger
- Werbungen und Medien animieren knacke, frische und exotische Früchte zu kaufen
- Das uns Bekannte ist für uns langweilig geworden à die exotischen Früchte reizen uns
4. Fachliche Aufarbeitung zum Produkt
- Max Havelaar – fairer Handel:
Autorinnen: Stéphanie Aschmann, Céline Huber, Martina Schnelli & Stefanie Dudler
Leider sieht es in Wirklichkeit ganz anders aus. Denn ein Handeln setzt nicht nur das Wissen, sondern auch einen grossen Willen voraus. Den Willen, die Welt durch die Verbesserung des eigenen Verhaltens zu verändern. Aber wird denn die Auswirkung unserer guten Handlung gleich ersichtlich? Nein! Es liegen immer noch die gleichen Abfälle auf der Strasse herum und es sind immer noch die gleichen Schlagzeilen in den Zeitungen abgedruckt! Obwohl wir uns um eine nachhalige Lebensweise bemühen, werden wir weiter beschuldigt und bestraft. Führt dies zur Erhaltung unserer intrinsischen Motivation? Hätten wir stattdessen nicht Lob und Anerkennung verdient? So verlieren wir den Sinn unserer Bemühungen schnell aus den Augen.
Um auch in solch einer Situation der eigenen Linie treu zu bleiben, sind Durchhaltevermögen und ein grosser Wille gefragt. Dabei bemühe ich mich, mich nicht von anderen in meinem Verhalten beeinflussen zu lassen und jeden Fortschritt, auch wenn es nur ein ganz kleiner ist, schätzen zu lernen. Denn nur durch eine positive Lebenseinstellung kann ich meine Motivation aufrechterhalten. Geht es Ihnen nicht auch so?
Céline Huber LGA

Stefanie Dudler, LG04 A