Donnerstag, 31. Mai 2007

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Globale Perspektiven und neune Kommunikationsmedien

Dieser Artikel hat mir Handlungsmöglichkeiten von Schulen aufgezeigt, um den Herausforde-rungen von Agenda 21 - mehr oder weniger - gerecht zu werden. Mir wurde bewusst, dass jede und jeder der konventionellen Schule die Möglichkeit hat, sich der Agenda 21, zu nähern. Dabei stellt Agenda 21 die grösste und grossartigste Bildungsidee im 20. Jahrhundert dar. Inhaltliche Leitlinien sind Lernziele für ein zukunftsfähiges Leben, die den Lebensstil und die Lernkultur der Agenda-Schule kennzeichnen.

Ich erhielt Impulse für meinen zukünftigen Unterricht, wobei ich einige konkrete Ideen in meinem zukünftigen Unterricht umsetzen möchte: Den Kontrast von Lebenswelten möchte ich den Kindern mit Bildern näherbringen, denn Bilder zeigen bekanntlich mehr als Worte. Ausserdem braucht die Agenda unser Empowerment und deshalb auch Emotionen, die dadurch ausgelöst werden. Zudem möchte ich den Lernenden unbedingt die Bandbreite der Differenz der sozialen und kulturellen Welten in der eigenen Welt bewusst machen und so durch das Erkennen von Chancen und Risiken, ein globales Denken bezwecken. Die Schülerinnen und Schüler werden merken, dass galobale Partnerschaft nur bei symmetrischen Beziehungen funktioniert, wobei jeder von jedem lernen kann.

Ich möchte in verschiedenen Fächern Themenfelder der Agenda 21 aufzugreifen versuchen und dabei mehr Verstehen und Wissen erzielen. Um die Sach- und Fachverhalte Agenda-relevant zu machen, werden sie in den doppelten Bezug gestellt, nämlich der globalen Welt-Wirkung und der Intergenerationellen Folgen. Dies eignet sich übrigens auch besonders gut beim Thema Abfall, wobei folgende drei Fragen eine sachlich-fachliche Auseinandersetzung ermöglichen:
1) Wie sieht die Abfallentsorgung in anderen Regionen der Welt aus?
2) Was werden die Folgen einer umweltfreundlichen bzw. umweltschädlichen Abfallentsorgung sein, zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?
3) Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Ausserdem eignen sich einige Themenfelder auch für ein fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten. Auch unser Blog-Thema "Abfall" in Projekttagen und -wochen kann thematisiert werden, indem Lehrerinnen und Lehrer in festen Teams arbeiten und so eine fächerübergreifende Durchdringung erreichen. Natürlch ist hier auch von Versammlungen der gesamten Schulgemeinde und öffentlichen Präsentationen zu diesem Thema nicht abzusehen.

Vor allem möchte ich aber die Schule auf seine Nachhaltigkeit überprüfen und so die Zusammenarbeit mit Eltern integrieren. Die Kinder sollen dabei Unternehmungsgeist und Selbstwirksamkeit erleben, wobei die Schule nicht als Opfer von Umständen sonder als Gestalter von Geschichte erkannt wird. Die Kinder übernehmen somit eine reale Verantwortung, indem sich individuelle Wünsche und Interessen mit der allgemeinen Pflicht sinnvoll vereinbaren lassen.

Kann denn nicht die Schule vor allem zu einem Neuanfang beitragen?

Céline Huber LGA

Dienstag, 29. Mai 2007

Kurzer Abstecher in die Natur

Auch ich war über Pfingsten die meiste Zeit zu Hause und setzte mich mit schulischen Angelegenheiten auseinander. Leider fand ich darum nicht die Zeit mich intensiv „in die Natur zu setzen“.

Auch ich bin eine aktive und leidenschaftliche Blauringleiterin und leitete schon zahlreiche Lager mit. Jedoch war es für mich dieses Jahr nicht möglich im Pfingstlager teilzunehmen. Damit ich aber trotzdem noch ein wenig „Lagerluft“ schnuppern konnte, half ich am Freitagabend beim Aufstellen der Zelte mit. Es war ein tolles Gefühl anzupacken und den anderen Leiterinnen behilflich zu sein. Nach einiger Zeit hatten wir es geschafft und wir waren richtig stolz auf unsere Künste J. Der Zeltplatz befindet sich auf einer grossen Wiese, umgeben von einem Wald und einem Fluss.

Da war alle tatkräftig angepackt hatten, genossen wir anschliessend noch den wunderschönen Frühlingsabend. Es war einfach herrlich in die Nacht zu schauen und die Ruhe zu geniessen. Die Kochtruppe hat dann auch noch ein Feuer entfacht, was noch mehr zur gemütlichen Stimmung beitrug.

Für mich bedeutete dieser Abend wieder einmal Energie zu tanken und die Natur zu begutachten. Es war schön mit anzusehen, wie es langsam dunkel wurde und wie das Vogelgezwitscher mehr und mehr verstummte und das Zirpen der Grillen immer lauter wurde. Leider mussten wir uns dann langsam wieder auf den Heimweg machen und uns wieder in den hektischen Alltag begeben.

Noch allgemein zur Natur: Die bewusste Wahrnehmung der Natur löst in mir Glücksmomente aus, vor allem dann wenn ich mich so richtig entspannen kann und einfach nichts tun muss. Ich fühle mich dann jeweils wie ein freier Vogel, der das Nichtstun in vollen Zügen geniesst. Diesen Moment erlebte ich schon lange nicht mehr, aber ich kann mich immer wieder daran erinnern. Ich werde dann jeweils ganz ruhig und gelassen. Dieses Gefühl würde mir im Augenblick sehr gut tun. Leider nehmen wir uns im Leben viel zu wenig solche „Auszeiten“, obwohl sie jedem von uns sehr gut tun würden. Auch wir sind ein Teil der Natur und können vieles dazu beitragen.

Sobald ich in der Natur und über längere Zeit an einem Ort bin, ist es mir wichtig, dass ich alles wieder sauber aufräume und den Abfall mitnehme. Leider machen das nicht alle Leute, was mich jeweils sehr ärgert!

Pfingstlager

Für mich waren die Pfingsten immer geprägt vom Pfingstlager. Immer wieder über Pfingsten hatte ich die Möglichkeit die Natur bewusst wahrzunehmen, in der Natur zu leben und einen Teil der Natur zu sein. Leider war es dieses Jahr mangels Zeit nicht möglich. Ich erinnere mich jedoch immer wieder gerne zurück. Man ging drei Tage im Freien zelten. Dies finde ich eine ganz wichtige Erfahrung und ein schönes Erlebnis für Kinder wie auch Erwachsene. Man setzt sich drei Tage mit der Natur auseinander und lebt mit der Natur. Für einige Personen ist dies sehr schwierig und gewöhnungsbedürftig, für andere ist dies ganz normal und angenehm.
So drei Tage lang in der Natur zu zelten ist schon ein spannendes Erlebnis, vor allem wenn das Wetter stimmt. Natürlich ist auch bei Regenwetter der Spass vorhanden, jedoch ist alles ein bisschen schwieriger wie z.B. abkochen über dem Feuer. Wenn es in Strömen regnet, dann ist es nicht einfach ein Feuer beim Brennen zu halten und ebenso ist es nicht angenehm lange neben der Feuerstelle zu stehen und anschliessend mit tropfnassen Kleidern und dreckigen Schuhen zurück ins Zelt zu gehen. Aber an solche Regentage, Blitz und Donner in der Nacht erinnert man sich immer wieder zurück.


Durch diese Zeltlager über Pfingsten habe ich die Natur sowohl bewusst als auch unbewusst wahrgenommen. Bewusst wurde es mir immer dann, wenn man improvisieren musste, also zum Beispiel ein WC bauen. Dann merkte ich, dass ich mich nun der Natur anpassen muss. Genauso ist es bei der Kochstelle, wo man aus Naturmaterialien wie Steine und Holz eine Kochstelle baut, so dass nach Abbruch der Zelte nichts mehr davon zu sehen ist.
Unbewusst nimmt man ebenfalls sehr vieles wahr, dass einem gar nicht auffällt, sondern passt sich automatisch der Natur an, wenn man am zelten ist.

Unser Blogthema „Abfall“ passt gut zum Pfingstlager. Denn etwas vom Wichtigsten während dem Zelten ist es, denn Abfall umweltgerecht zu entsorgen. Man muss sich schon im Voraus überlegen, dass man nur Sachen mitnimmt, welche auch nötig sind und man während den drei Tagen braucht. Ebenfalls ist es bedeutsam, einen grossen Abfallsack aufzustellen, den man gut sieht, so dass wirklich jeder weiss, wo der Abfall zu entsorgen ist und niemand eine Ausrede bringen kann. Es ist auch zu regeln, wo der Kompost entsorgt wird und ob man Taschentücher ins Feuer werfen darf. Solche und andere Frage in Bezug auf Abfall gilt es in einem Pfingstlager tagtäglich zu klären.
Die Natur und ich

Wir befinden uns gerade in einer Zeit, wo es schwierig ist, einen ruhigen Moment zu finden. So geht es jedenfalls mir. Es fällt mir schwer, mir Zeit zu nehmen, um einfach in der Natur zu sein und sie wahrzunehmen. Trotzdem habe ich eine halbe Stunde gefunden, um dieses Vorhaben umzusetzen.

Ich habe mich auf einen Steg am Zürichsee gelegt und einmal die Umgebung betrachtet. Die Sonne hat sich im Wasser gespiegelt, es hat geglitzert und geplätschert. Um mich herum hat der Wind mit den Schilfrohren gespielt, die aus dem Wasser ragten. Zwei Schwäne und drei Enten vollendeten das Bild.

Ich genoss die Ruhe, einfach nur zu sitzen und zu schauen. Bewusst zu schauen. Ich meine, wenn ich gestresst bin, nehme ich den Schwan gar nicht wahr. Er ist zwar dort, aber damit hat es sich auch schon. Doch jetzt war es anders. Ich konnte den Schwan richtig beobachten, ihm zuschauen. So entdeckt man immer wieder Neues oder lernt Dinge, die man sonst nicht lernen würde.

So gesehen ist eine ruhige halbe Stunde in der Natur wahrscheinlich ebenso wichtig wie jeder in der Schule durchgenommene Sachinhalt. Würde ich jetzt einmal behaupten.

Als ich da so sass, auf dem Steg, und ins Wasser hineinblickte, kam es mir friedlich und schön vor. Doch drehte ich mich um und blickte ans Ufer, schwammen dort weggeworfene Pet-Flaschen und Papier. Sogleich war ich auch wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ist es denn wirklich nicht möglich, irgendwo einen Flecken Natur zu finden, der nicht von Menschen verschmutzt wurde? So etwas kann ich nicht verstehen. Ich habe auch meine Fehler, was Nachhaltigkeit angeht, aber meinen Abfall räume ich (das kann ich mit gutem Gewissen sagen) immer weg!

Ich habe mich dabei ertappt, dass ich die Natur plötzlich nicht mehr so idyllisch erlebt habe, als ich den schwimmenden Abfall entdeckt habe. Der Abfall liegt überall, wo er nicht hingehört. Es ist so, wie wenn man Salz anstatt Zucker in einen Kuchen gäbe. Es bleibt ein unangenehmer Nachgeschmack.

Mir ist die Natur wichtig, ich halte mich gerne in der Natur auf. Doch wenn ich sehe, wie verschmutzt sie zum Teil ist, macht es mir keine Freude mehr, mich zwischen leeren Bierdosen und Wurstpapier in die Sonne zu legen.

Abfalleimer hat es in der Regel genug - das Problem muss also irgendwo anders liegen. Vielleicht fühlen sich die Abfall-in-die-Natur-Wegwerfer wohl zwischen Plastik und Blech...

Ich tue es jedenfalls nicht.

Stéphanie Aschmann, LG A

Meine Beziehung zur Natur

Über Pringsten beschäftigte ich mich mit unzähligen Modulnachweisen und Prüfungsvorbereitungen, wobei die Sonne in mein Zimmer schien und an meiner Disziplin rüttelte. Das tolle Wetter bot unzählige Möglichkeiten für eine variantenreiche Planung des Wochenendes. Obwohl ich mich an meinen Lernplan halten wollte, war meine Energiereserve sehr schnell aufgebraucht und meine Motivation auf dem Nullstand.

Am Sonntag entschied ich mich deshalb für einen Ausflug an den See, wo ich Energie tanken wollte. Die Gelegenheit, die Natur ganz neu und anders zu erfahren. Ich setzte mich dafür auf eine Bank am Seeufer und blickte auf das, was der Bodensee an Vielfalt und Schönheit bot. Die stille Wahrnehmung ermöglichte mir die volle Konzentration auf meine Umwelt und die Schönheit der Natur. Diese wirkte auf mich beruhigend und liess mich den Prüfungsstress sehr schnell vegessen. Mein Problem wurde zu einem ganz kleinen Boot im riesigen Bodensee und verlor im Moment an Bedeutung. Stattdessen kreisten meine Gedanken um das Naturphänomen Wasser und seine Eigenschaften. Ich fühlte mich glücklich und entspannt. Zudem erkannte ich mich als Teil dieser Natur und fühlte mich für einen kurzen Moment sehr stolz. Dies half mir dabei, den Prüfungsstress zu realtivieren und die Natur dem überzuordnen.

Mir wurde dabei bewusst, wie oft ich hier vorbeigelaufen war und von dieser Naturpracht keine Kenntis genommen hatte. Statt die Natur bewusst wahrzunehmen, war ich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt und auf die Probleme des Alltags fixiert. Schade!

Auch für die vorbildhafte Abfallentsorgung ist eine bewusste Wahrnehmung der Natur von grosser Bedetung. Indem ich mich nämlich mit der Natur verbunden fühle, entwickle ich dafür das nötige Verantwortungsgefühl. Aber ist alles wirklich so einfach?

Céline Huber, LGA04

Freitag, 25. Mai 2007

Agenda 21 und die Aufgaben der Schule – Gedanken zum Artikel von Otto Herz

Auch mir ist beim Durchlesen des Textes von Otto Herz der Satz: „Jede und jeder in jeder konventionellen Schule hat die Möglichkeit, sich der Agenda 21 zu nähern.“ Vielfach sind die Erwachsenen der Meinung, dass sich Kinder noch nicht mit solch komplexen Fragen auseinandersetzen können. Dies ist aber im Unterricht durchaus möglich. Zentral ist, dass sich Kinder schon früh Gedanken zur Nachhaltigkeit machen, denn sie haben die Möglichkeit ihre Zukunft positiv zu beeinflussen. Sie sollen selber handeln, Initiative und Engagement zeigen. Darum sollen Lehrperson sich mutig und gewillt zeigen, Themen der Agenda 21 mit den Lernenden aufzugreifen.

Damit die Themen der Agenda 21 kompetent aufgegriffen werden können, benötigt es eine gute Teamarbeit. Sobald das Lehrerteam am gleichen Strick zieht und sich für ein Projekt engagiert, können die nötigen Massnahmen ergriffen und die Ideen umgesetzt werden. Für mich ist es wichtig, dass ein Team zusammenhält, denn dadurch sind die Schüler und Schülerinnen sofort motivierter.

In meinem zukünftigen Unterricht sollte ich darauf achten, dass ich mit den Kindern Projekte durchführe, bei denen sie selber handeln können. Die Lehrperson übernimmt dabei die Rolle des Beraters und unterstützt die Schüler und Schülerinnen falls nötig. Ich persönlich finde ich es spannend, wenn die Lernenden mit älteren, aber auch jüngeren Kindern zusammen arbeiten können. Der gegenseitige Profit ist enorm und es entstehen viele neue Ideen. Zugleich ist es zentral, dass die Projekte fächerübergreifend durchgeführt werden und die Kinder in verschiedenen Unterrichtsstunden daran arbeiten können.

Der Artikel zeigt mir aber auch auf, wie wichtig es ist, dass die Projekte in die Öffentlichkeit kommen. Die Präsentation sollen nicht nur einfach im Schulzimmer durchgeführt werden. Falls es möglich ist, kann auch die Bevölkerung miteinbezogen werden. Zugleich können diese auch dazulernen und vielleicht sogar nach ihrer Meinung gefragt werden.

Auch unser Blogthema „Abfall“ kann man mit den Schüler und Schülerinnen durchnehmen. Dazu können die Kinder folgende Fragen beantworten: Wie viel Abfall produzierst du in einer Woche? Wie kannst du den Abfall reduzieren? Was geschieht mit dem Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage? etc. Den Kindern soll dabei das Thema nicht nur theoretisch vermittelt werden, sondern sie sind aufgefordert zu handeln, Zusammenhänge zu erkennen, Plakate herzustellen oder die KVA zu besuchen. Bei einem Thema finde ich es besonders wichtig, dass man sich genügend Zeit nimmt und die Produkte originell präsentiert werden.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Inputs aus dem Artikel von Otto Herz

Schon als erstes im Artikel von Otto Herz begegnet mir eine Aussage, welche ich, seit wir uns mit dem Thema nachhaltige Zukunft auseinandersetzen, sehr bedeutend finde. Und dies ist folgende: „Jede und jeder hat die Möglichkeit sich der Agenda 21 zu nähern“. Diese Aussage ist nämlich sehr wichtig zu beachten, denn gerade bei neuen Themen oder Ideen ist es so, dass man anfangs sehr oft zurückhaltend ist, da man sich wieder vertieft damit auseinander setzen muss. Dabei ist es eben wichtig, dass man offen ist für Neues, nur dann hat man auch die Möglichkeit sich dem Thema zu nähern. Dieser erste Impuls aus dem Artikel werde ich für meinen zukünftigen Unterricht mitnehmen, dass sich jeder einem Thema nähern kann und so schon einmal der erste Schritt gemacht ist, um sich genauer mit einem Thema auseinander zu setzen. Gerade bei einem solchen Projekt wie die „Agenda 21“ ist es sinnvoll sich in kleinen Schritten zu nähern, da es sich um eine sehr vielfältige Bildungsidee handelt.

Ich fand es sehr sinnvoll, dass im Text erwähnt wurde, dass die „Agenda 21“ viele Themenfelder enthält und es darum gut wäre, wenn man Thementeams innerhalb der Schule bilden würde. Diese Teams erarbeiten die einzelnen komplexen Themen gemeinsam. Dieser Input finde ich wichtig, man soll gemeinsam Ideen, Vorschläge, usw. ausarbeiten und dann anschliessend austauschen. Vor allem bei einem solchen komplizierten und vielseitigen Thema bringt es unheimlich viel dies auf Gruppen aufzuteilen und so kommen verschiedene Perspektiven zusammen. Eine solche Gruppenarbeit könnte auch dazu führen, dass klassenübergreifend die „Agenda 21“ behandelt und ein Schulhausprojekt gemeinsam verwirklicht wird.


Auch in Bezug zu unserem Blogthema können die oben erwähnten Inputs gut umgesetzt und auf das Thema „Abfall“ abgestimmt werden. Die „Agenda 21“ enthält viel Wissen, welches sich auf unser Blogthema bezieht wie Veränderungen der Konsumgewohnheiten, also die Menschen essen vermehrt Nahrungsmittel, die mehrmals verpackt wurden oder vielfach wird in Fast-Foodketten gegessen, welche Unmengen von Abfall produzieren, einige Leute packen ihr Mittagessen in fünf verschiedene Tüten ein anstatt in eine Tupperwarebox, usw. Es werden auch Themen wie „umweltverträglicher Umgang mit Abfall“ in der Agenda angesprochen.

Montag, 21. Mai 2007

Text von Otto Herz: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der Text fängt gut an. Wer will, kann wollen. So ganz nach dem Leitsatz: vom Kleinen zum Grossen.

Wer nachhaltig sein möchte, meint vielfach, die Welt retten zu müssen. Das ist leider nicht möglich. Doch ein kleiner Schritt in die richtige Richtung kann Grosses bewirken, wenn dieser kleine Schritt von möglichst vielen gemacht wird.

Genau so läuft es in den Schulen. Verschiedene Projekte sollen dazu beitragen, die Kinder für die Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und sie auf ihre zukünftige Welt vorzubereiten. Erst, wenn sich viele mit einem Thema beschäftigen, erst wenn das Thema zum "Thema für alle" wird, gewinnt es wirklich an Bedeutung. Die Schule ist der ideale Ort, ein Thema zum "Thema für alle" werden zu lassen. Denn: Schule ist der einzige Ort, wo sich wirklich alle Kinder/Jugendlichen öfters (immer) aufhalten. Die Schule ist ein Ort der Öffentlichkeit, man hört auf Bildungsinstitutionen.

Otto Herz hat sogar gemeint: Schule sei eine der wichtigsten Ressourcen für "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Herz hat auch geschrieben, dass jedes Thema, welches in der Schule behandelt wird, übergreifend auf Themen der Agenda 21 ist. So gesehen kann man der Nachhaltigkeit gar nicht entkommen. Sie wird überall aufgegriffen.

Es ist meiner Meinung nach gut zu wissen, dass jedes Thema von und für Kinder erschlossen werden kann. Ich habe bereits einen solchen Ansatz verfolgt, in dem ich das Thema "Ernährung" in einer 1. Klasse thematisiert habe. Ich hörte vielfach: "Das ist doch viel zu schwierig". Doch wenn man die Inhalte so vereinfacht, dass sie für diese Kinder verständlich sind, kann man jedes beliebige Thema behandeln. Der positive Nebeneffekt war: Die Kinder hatten Freude und lernten dabei etwas über die Nachhaltigkeit und das damit verbundene Lebensgefühl.

Abfall ist ein weiteres, hochaktuelles Thema, welches sehr gut in der Schule behandelt werden kann. Kinder wollen (und es ist mein Ziel, den Unterricht so aufzubauen), selbst-entdeckend und handelnd lernen. Abfall kann genau so thematisiert werden: Originalbegegnung mit der Thematik (KVA, Abfallverbrauch), Abfall recyclen/verwerten, Abfall in den Medien suchen...

Ich denke, es ist nicht schwer, sich nachhaltig zu verhalten oder sich für ein nachhaltiges Thema zu interessieren. Es ist lediglich schwer, aus der Fülle an Themen für den nachhaltigen Unterricht eines auszusuchen. Eben weil es so viele sind, die thematisiert werden wollen.

Otto Herz hat geschrieben: Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt und die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Dieser Satz fasziniert mich, weil er stimmt. Haben wir keine Ziele, so handeln wir auch nicht. Also ist es meine Aufgabe, der nächsten Generation Ziele zu vermitteln, damit sie auch handeln können.

Stéphanie Aschmann, LG A

Arbeitsauftrag: Nachhaltige Zukunft

Plakatauswahl:

Aufgrund unseres Gruppenblogthemas „Abfall“ haben wir uns für das Plakat „Wieso kaufen wir Milch im Tetra-Pack?“ entschieden und möchten dabei entscheidende Parallelen aufzeigen. Ausserdem handelt es sich beim Tetra-Pack um ein Produkt, welches hoch aktuell ist und in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.


Analyse der Unterrichtseinheit:

o Hier handelt es sich um ein eher stark eingeschränktes Thema, wobei im Zentrum eine Fragestellung steht.

o Der Advanced Organizer und folglich der Unterricht richten sich hauptsächlich nach Fragestellungen und deuten auf ein Interessen orientiertes Vorgehen. Vorteil ist dabei ein Zielgerichteter, logisch aufgebauter und gut strukturierter Unterricht.

o Das Plakat zeigt wichtige Vernetzungen (mit Pfeilen dargestellt), welche durch Farben unterstrichen werden.

o Weitere Unterschiede werden von uns nicht festgestellt, da eine herkömmliche Unterrichtseinseinheit auch mit einem Advanced Organizer beginnt.
Teilkompetenzen


Mit dieser Unterrichtseinheit werden folgende Teilkompetenzen angestrebt:

1) Sie kennen verschiedene massgebende Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und wissen, dass diese Entwicklung aktiv gestaltet werden kann.

→ Tetra-Päcke sind auf einen gesellschaftlichen Wandel zurückzuführen, wobei eine kritische Betrachtung an den Tag gelegt wird. Vorteile wie auch Nachteile werden im Unterricht thematisiert und durch überzeugende Beispiele erklärt.


2) Sie können Informationen aus unterschiedlichen Fachgebieten strukturieren und zusammenführen und sind bereit, ihre Entscheidungen darauf abzustützen.

→ Entscheidend für ihre die Arbeit am Thema sind mehrere Faktoren. Zum einen müssen zuerst die Herkunft und die Herstellung der Milch nachvollzogen werden können, damit der „Weg“ der Milch und schlussendlich der Link zum Tetra-Pack gemacht werden kann. Erst dann können persönliche Entscheidungen gefällt werden.


3) Sie sind bereit und in der Lage, ihre eigene Meinung, auch wenn sie von anderen abweicht, in Aushandlungsprozessen zu begründen und konstruktiv zu vertreten.

→ Da der Advanced Organizer auf Fragestellungen basiert, werden die Kinder zu einer kritischen Betrachtung aufgefordert und machen sich bereits sehr früh über das den globalen Zusammenhang Gedanken. Dies ist eine Grundlage für bevorstehende Diskussionen auf differenzierter Basis.


4) Sie sind bereit, Argumente anderer unvoreingenommen zu prüfen, ihre eigenen damit zu konfrontieren und eigene Argumente zu revidieren.

→ Gegensätzliche Aspekte werden aufgezeigt und bieten Raum für die Betrachtung aus unterschiedlichen Perspektiven. Dies lässt eine unvoreingenommene Haltung spriessen und ermöglicht eine Auswahl an verschiedenen Einstellungen. Somit wird ein tolerantes und unvoreingenommenes Arbeitsklima geschaffen.


Didaktische Prinzipen:

Folgende Prinzipien wurden umgesetzt und werden wie folgt begründet:

Vernetztes Lernen
Das Plakat stellt wichtige Zusammenhänge dar und ermöglicht ein vernetztes Denken. Inhalte werden damit in Bezug gestellt, beispielsweise von der Milchherkunft zur Herstellung des Tetra-Packes.

Entdeckendes Lernen
Aufgrund der vielfältigen Fragestellungen werden die Kinder dazu angeleitet, die Antworten selbständig zu finden. Jedes Kind wird dabei auf einen anderen Schluss kommen und unterschiedliches entdecken.

Handlungs- und Reflexionsorientierung
Die Vertretung der eigenen Handlung bedarf einer reflexiven Handhabung und ist mit unterschiedlichen Handlungen verknüpft.


Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler können die Realisierbarkeit einer Vision beurteilen, die zu verändernden Rahmenbedingungen benennen und daraus Massnahmen und Konsequenzen für das eigene und das gesellschaftliche Handeln formulieren.

Mit der unterschiedlichen Weiterverwendung von Tetra-Packs (Beispiel Portemonnaie) kommen die Kinder mit Tetra-Packs in eine originale Begegnung und erfahren die Bedeutung in unserem Alltag. Ausserdem können die Tetra-Pack über eine Woche gesammelt werden und dabei die Menge als beeindruckend betrachtet werden.

Sie können Vor- und Nachteile der Idee der Nachhaltigkeit sowie mindestens einer weiteren Vorstellung über die zu anzustrebende Entwicklung der Gesellschaft diskutieren.

Der Blickwinkel wird auf das Thema ausgeweitet und dabei die Bedeutung des Tetra-Packs thematisiert. Dabei kann die korrekte Entsorgung angestrebt werden und im Unterrichtsalltag umgesetzt werden.


Autorinnen: Martina Schnelli, Stefanie Dudler, Stéphanie Aschmann und Céline Huber der Lerngruppe A.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Bewusstes nachhaltiges Handeln

Vor diesem Modul habe ich mir ehrlich gesagt selten Gedanken über die Nachhaltigkeit gemacht. Teilweise diskutierte ich mit meinen Eltern darüber oder las einen Artikel über das Thema. Aber im Grossen und Ganzen ist mir mein Handeln im Moment erst richtig bewusst geworden. Ich handle vor allem nachhaltig, weil mir die Eltern gewisse Werte und Einstellungen vermittelt haben. Es wurde mir gesagt, dass ich nichts auf den Boden werfen darf und im Wald keine Pflanzen abreisse. Meine Eltern sagten mir jeweils, dass ich den Abfall in einen Eimer werfen oder in den Hosensack nehmen soll. Auch heute noch kann ich nichts auf den Boden werfen, denn ich habe es so gelernt und es käme mir auch nie in den Sinn. Im Alltag sehe ich immer wieder riesige Abfallberge, die von unseren Mitmenschen stammen. Da frage stelle ich mir jeweils die Frage: Was geht in ihren Köpfen vor? Welche Werte wurden ihnen vermittelt? Gerade solche Fragen passen auch zu unserem Gruppenblogthema. Meiner Meinung nach muss bezüglich des Abfalls noch vieles unternommen werden. Es kann einfach nicht alltäglich sein, dass sich immer mehr Abfälle auf der Strasse, im Wald oder in den Gewässern befinden. Da ist die Menschheit aufgefordert sich noch mehr an der Nase zu nehmen und sich vorbildlich gegenüber den Nachkommen zu verhalten.

Mir motiviert vor allem nachhaltig zu handeln, weil mir die Natur sehr viel bedeutet. Ich liebe es an einem freien und sonnigen Tag an den See zu fahren oder im Wald spazieren zu gehen. An solchen Orten kann ich neue Energie tanken und den Moment geniessen. Ich staune dann immer wieder über die grünen Flecken, die es in der Schweiz noch gibt und vor allem über die Vielfalt der Natur. Mir ist aber bewusst, dass an diesen Orten nicht alles „rosig“ ist. Leider muss ich immer wieder feststellen, wie verschmutzt diese wunderschönen Plätze sind. Leute überlegen sich gar nicht, was sie anrichten, wenn sie die Abfälle einfach auf den Boden werfen oder gar Platzen ausreissen. Solche Momente stimmen mich jeweils traurig. Es rüttelt mich aber auch auf, denn ich merke, wie wir der Natur schaden. In diesen Momenten bin ich jeweils motiviert etwas dagegen zu unternehmen. Aber meistens getraue ich mich dann trotzdem nicht diesen Leuten etwas zu sagen. Manchmal braucht es eine grosse Portion Mut und wir könnten vieles verhindern oder zumindest wäre es ein kleiner Anfang.

In Situationen und Momenten nachhaltig handeln

Ich finde es schwierig einfach etwas zu nennen, was mich motiviert nachhaltig zu handeln. Es kommt sehr auf die Situation und den Moment an. Wenn ich zum Beispiel im schönen Engadin am Wandern bin und die Natur geniessen kann, dann wird es mir in dem Moment bewusst, dass wir den Bergen, der Natur Sorge tragen müssen. Es macht mich dann wütend, wenn ich Menschen auf den Wanderwegen begegne, welche einfach den Abfall liegen lassen oder irgendwelche Blumen abreissen, die unten im Tal sowieso schon lange verwelkt sind. Solche Situationen motivieren mich, nachhaltig zu handeln.

Auch andere Momente tragen dazu bei, wenn ich zum Beispiel am Samstagmorgen in die Stadt fahre mit dem Velo oder zu Fuss gehe und an den langen, langen Autokolonnen vorbeikomme, dann macht mich dies wütend. Viele Leute bräuchten das Auto gar nicht und wären zu Fuss, mit dem Velo oder dem Bus viel schneller in der Stadt. Vor allem wenn ich noch Leute im Auto erkenne und weiss, dass sie sehr zentral wohnen und auf das Auto in der Stadt überhaupt nicht angewiesen, dann finde ich es total schlimm. Dies sind genau solche Menschen, welche die Natur mögen, aber nichts Aufwendiges dazu beitragen möchten. Oder welche gegen den Fluglärm protestieren, aber jedes Jahr mindestens dreimal interkontinentale Flüge buchen.

Die Relevanz der Frage auf unser Gruppenblogthema „Abfall“ ist sehr gross. Treffen wir doch tagtäglich Abfallkübel an, die nur so „überquellen“ vor Abfall. Oder bald haben die Strassen- und Sommerfeste wieder Hochkonjunktur. Dann sind die Wege, Strassen und Plätze überschwemmt von Abfällen. Oder geht man an einem schönen Tag an den Fluss grillieren, dann sind die Plätze oft verschmutzt und vielfach liegt Abfall rum. In solchen Momenten denke ich, dass es den Menschen doch bewusst sein sollte, dass ein Platz am Fluss viel schöner und gemütlicher ist, wenn man die Schönheit der Natur betrachten kann und nicht in einem Abfallberg sitzen muss. Oder bei einem Stadtfest sind meistens sehr viele Abfalleimer vorhanden, doch viele sind zu bequem den Abfalleimer zu suchen.
Ich hoffe, dass mit Werbekampagnen die Menschen aufgerüttelt und motiviert werden nachhaltig zu handeln, damit auch sie die Schönheit der Natur, des Lebens und das eigene Verantwortungsgefühlt bewusster wahrnehmen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Nachhaltiges Handeln!?

Über die Auswirkungen des nachhaltigen Handelns bin ich mir auf jeden Fall bewusst. Denn diese Tatsachen sind unwiderruflich und für unser Leben auf Erden von sehr grosser Bedeutung. Obwohl mir die zahlreichen Auswirkungen einer nachhaligen Handlung bekannt sind, ist der Schritt vom Wissen zur konkreten Handlung sehr gross. Wieso eigentlich? Wird das Handeln nicht von unserer Einstellung beeinflusst? Müssten diese Tatsachen uns nicht zu einem vorbildhaften Verhalten motivieren?

Leider sieht es in Wirklichkeit ganz anders aus. Denn ein Handeln setzt nicht nur das Wissen, sondern auch einen grossen Willen voraus. Den Willen, die Welt durch die Verbesserung des eigenen Verhaltens zu verändern. Aber wird denn die Auswirkung unserer guten Handlung gleich ersichtlich? Nein! Es liegen immer noch die gleichen Abfälle auf der Strasse herum und es sind immer noch die gleichen Schlagzeilen in den Zeitungen abgedruckt! Obwohl wir uns um eine nachhalige Lebensweise bemühen, werden wir weiter beschuldigt und bestraft. Führt dies zur Erhaltung unserer intrinsischen Motivation? Hätten wir stattdessen nicht Lob und Anerkennung verdient? So verlieren wir den Sinn unserer Bemühungen schnell aus den Augen.

Um auch in solch einer Situation der eigenen Linie treu zu bleiben, sind Durchhaltevermögen und ein grosser Wille gefragt. Dabei bemühe ich mich, mich nicht von anderen in meinem Verhalten beeinflussen zu lassen und jeden Fortschritt, auch wenn es nur ein ganz kleiner ist, schätzen zu lernen. Denn nur durch eine positive Lebenseinstellung kann ich meine Motivation aufrechterhalten. Geht es Ihnen nicht auch so?

Céline Huber LGA

Montag, 14. Mai 2007

Was motiviert mich zur Nachhaltigkeit? (oder nicht?)

Ich habe mir die Frage ehrlich gesagt noch gar nie gestellt - ich tu es einfach. Aber jetzt wird es höchste Zeit, mein Handeln zu reflektieren :o) Zuerst einmal ist es meine Erziehung, die mich zum nachhaltigen Tun animiert. Wir haben zu Hause gelernt, dass man den Abfall trennt, ihn nicht in der Natur liegen lässt und mit Wasser usw. sparsam umgeht. Demnach muss ich mich nicht besonders anstrengen, um nachhaltig zu sein.
Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, welche mich dazu motivieren, meinen Anteil zur Nachhaltigkeit beizusteuern. So liegt mir die Natur sehr am Herzen. Ich halte mich gerne im Freien auf, finde es wunderschön, in der Natur wieder aufzutanken. Doch am idyllischen Bild stört mich des Öfteren herumliegende Pet-Flaschen oder sonstigen Abfall, der aus Faulheit (oder Dummheit?) einfach liegen gelassen wird. Ich möchte gleich ein Beispiel anfügen: Gestern (Sonntag) verbrachte ich die Zeit am Bodensee. Herrlich, die Aussicht, einfach im Gras zu liegen und die Sonne zu geniessen. Doch hinter mir lautes Getöse von BMW-Motoren, deren Besitzer am liebsten in den See hineinfahren würden, um ja keinen Schritt laufen zu müssen. Nun ja, das geht ja noch. Aber nach Beendigung des Motorenkonzerts wurde ein Platz hinterlassen, der
vorher garantiert anders ausgesehen hat. Er war übersät mit Flaschen.
Solche Vorkommnisse motivieren mich, es gerade besser, anders zu machen.

Aber im gleichen Atemzug muss ich sagen, dass mich solche Geschehnisse auch sehr demotivieren. Ich hätte nämlich diese Flaschen aufheben und ordnungsgemäss wegwerfen können. Habe ich aber nicht gemacht. Schliesslich fühle ich mich nicht verantwortlich für den Dreck, den andere hinterlassen. Eigentlich ist diese Einstellung auch nicht das Richtige, aber wir wären ja nur noch den Dreck anderer Leute am wegmachen. So gesehen Frage ich mich einfach immer wieder, was Nachhaltigkeit bringt, wenn gewisse Leute die Regeln nicht einhalten. Klar, kleine Schritte führen zu grossen Taten, unsere kleinen Beiträge zur Nachhaltigkeit führen zu einer Verbesserung der Welt. Doch es gibt einfach zu viele Menschen, die das Prinzip noch nicht so ganz verstanden haben. Na ja, bleibt zu hoffen, dass diese früher oder später auch noch verstehen.

Klimaberichte, Abfallmeldungen usw. motivieren mich, meinen Beitrag zur Nachhaltigkeit weiterhin zu leisten, weil ich dann sehe, dass es wirklich nötig ist und immer mehr wird. Doch gleichzeitig hindert mich die Gewohnheit, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. So kaufe ich vielleicht ein Produkt, dass nicht von Bio stammt, 3 mal verpacktund billiger ist, weil ich es kenne und ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Hier müsste ich mir einmal überlegen, ob es sich lohnt. Finanziell würde ich sagen: ja. Aber nachhaltig ganz klar: nein. Qualität hat seinen Preis. Überall ist das so, auch in der Nachhaltigkeit.

Ich werde nächstes Mal beim Kauf eines solchen Produkts daran denken.

Stéphanie Aschmann, LG A

Freitag, 11. Mai 2007

Wenn man bildlich von Vernetzung spricht, kommt einem sicher bald einmal das Bild des Bahnnetzes in den Sinn. Die Schweiz ist ein kleines Land und trotzdem ist es von Bahnschienen nur so übersät. Auch ich profitiere von dem gut strukturierten Bahnnetz. Unter der Woche fahre ich nämlich täglich eine Stunde mit dem Zug. Ich bin froh, dass es diesen Service gibt, vor allem wichtig dabei sind die Vernetzungen, also die Anschlüsse. Es ist von Vorteil, dass ich in einer Stadt lebe, welche einen guten Verkehrsknotenpunkt ist, so dass man sowohl schnell in Zürich als auch in St. Gallen ist. Auch die Anschlüsse von St. Gallen nach Rorschach sind nicht zu verurteilen, sondern man ist eigentlich sehr gut vernetzt. Aus diesen Gründen kann ich sagen, dass die SBB einen grossen Beitrag zu meiner Mobilität leistet. Um diesen Beitrag leisten zu können, arbeiten viele Leute dafür.


Am Morgen bei schönem Wetter fahre ich mit dem Velo an den Bahnhof. Bei schlechterem Wetter bevorzuge ich den geschützten und warmen Stadtbus. Schon an der Bushaltestelle bin ich auf die Pünktlichkeit des Bus angewiesen, da ich ja den Zug nicht verpassen möchte. Also trägt der Chauffeur seinen Beitrag dazu bei, dass ich den Zug erwische. Bis jetzt hat schon eine Person einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet. Es kommen noch mehr dazu, der Lokomotivführer, der Kondukteur, die Reinigungsequipe des Zuges sowie die Personen, welche die Lautsprecherdurchsagen machen. Dadurch leisten an einem Tag gut und gerne sieben Menschen einen Beitrag zu meiner Mobilität. Natürlich zahle ich auch dafür und es ist nicht wirklich günstig. Die Preise für die Abonnemente sind sehr hoch. Doch wenn ich mir genau überlege, müssen damit viele Leute bezahlt werden. Dies war mir vorher nicht wirklich bewusst, dass für einen Tag soviel Menschen dazu beitragen, dass ich schnell und sicher von einem Ort zum anderen komme. Und diese müssen ja alle auch einen angemessenen Lohn bekommen! Dank diesen Überlegungen hat sich nun meine Einstellung zu Fahrkartenpreisen geändert, wenn ich sehe wie viel Personen davon bezahlt werden müssen.

Wahrscheinlich werde ich es aber trotzdem wieder mühsam finden, wenn ich in der rush hour keinen Platz finde und an die steigenden Abonnementspreise denke. Dann sollte ich mich am besten an diesen Blog zurück erinnern.

Die komplexen Vernetzungen des Alltags

Unser tägliches Leben besteht aus unzähligen Vernetzungen. Produkte, die wir im Alltag kaufen, werden irgendwo hergestellt, transportiert, verkauft und teilweise sogar wieder weiterverschenkt. Somit steht alles miteinander in einem Zusammenhang und diese Produkte gehen durch verschiedene Hände. Sobald wir uns Gedanken darüber machen, merken wir wie alles in einer Beziehung zu einander steht und vor allem wie komplex das Ganze zu fassen ist. Diese Vernetzungen und Beziehungen sehen wir häufig als selbstverständlich an und unsere Gedankengänge sind nicht immer sehr weitläufig. Wir kaufen die Produkte mehr oder weniger selbstverständlich und in den meisten Fällen überlegen wir uns nicht, woher sie kommen und wer alles daran beteiligt war.

Diese Woche habe ich auf verschiedene Vernetzungen des Alltages geachtet. Mir ist dabei schnell aufgefallen, wie weitläufig und umfassend diese Verbindungen und Beziehung sind. Ich möchte versuchen anhand von mehreren Beispielen zu veranschaulichen, was mir in dieser Woche besonders aufgefallen ist. Heute Morgen hat mich mein Radiowecker aus dem Schlaf geholt. Der Moderator, der schon früh aufstehen musste, weckte mich mit seinen Worten. Mir ging dann durch den Kopf, dass ich meinen Wecker vor einigen Jahren auf den Geburtstag geschenkt bekommen habe. Meine Eltern haben ihn in einem Fachgeschäft gekauft. Dort traten sie mit den Angestellten des Elektrogeschäftes in Kontakt. Sie wurden von einer Fachperson persönlich beraten. Der Radiowecker hat vermutlich schon eine weite Reise hinter sich, denn er wurde sehr wahrscheinlich in einem anderen Land hergestellt und von dort aus in die Schweiz transportiert. Bei diesem Prozess waren zahlreiche Leute beteiligt, die alle in einer Beziehung stehen. Der Radiowecker ist an den Strom angeschlossen, den wir beziehen. Im Haus mussten zudem Steckdosen montiert werden, damit ich meinen Wecker einstecken kann.

Gestern wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Abfall ich jeden Tag produziere. Am Mittag ging ich in der Migros einkaufen. Ich nahm dort die verschiedenen Kunden und Kundinnen wahr, die selbstverständlich ihre Ware in den Einkaufskorb legten. Ich habe ein Sandwich und ein Joghurt gekauft. Dann ging ich zur Kasse und legt es auf das Band. An der Kasse kam ich mit der Kassiererin in Kontakt, die mich freundlich begrüsste. Ich bezahlte und ging nach draussen. Auf dem Weg zur PHR ging mir folgendes durch den Kopf: Das Brot des Sandwichs wurde vermutlich in einer Grossbäckerei hergestellt. Die Zutaten, die dafür notwendig waren, bekamen die Angestellten von einem Lieferanten. Somit konnte das Sandwich hergestellt werden. Die Verpackung wird separat hergestellt. Dafür braucht es sehr wahrscheinlich Maschinen, aber auch wiederum Personal. Mein Sandwich wurde dann an die Migros ausgeliefert, damit es dort verkauft werden kann.
Nachdem ich das Sandwich und das Joghurt am Mittag genussvoll gegessen habe, habe ich den Abfall in einen Eimer geworfen. Dort gelangt er in einen grossen Kehrichtsack. Dafür ist der Hausabwart der PHR zuständig. Wenn der Kehrichtsack voll ist, wirft ihn der Hausabwart in den Container. Dieser wiederum wird von den Männern der Müllabfuhr abgeholt und in die Kehrrichtverbrennungsanlage gebracht. Für den Transport brauchen sie ein spezielles Auto, das bei einer Autofirma gekauft werden musste. Das Auto muss regelmässig getankt werden und daran sind auch wieder verschiedene Menschen beteiligt.

Mir ist bewusst, dass diese Beispiele noch weiter ausgedehnt werden können. Die Vernetzungen des täglichen Lebens sind so weitläufig, dass wir uns einen ganzen Tag darüber unterhalten könnten und kaum zu einem Ende kämen……

Montag, 7. Mai 2007

Wenn ich es mir so überlege, kann ich keinen Schritt tun, ohne dass ich mit etwas oder jemandem in Beziehung trete. Angefangen beim Verlassen des Hauses, muss ich am Morgen schon mit den Strassen und deren Benutzer in Beziehung treten, damit ich sie überhaupt überqueren kann. Später bin ich auf den pünktlichen Transport mit der Bahn angewiesen. Irgendwann muss ich etwas essen, und da muss ich mit der Migros oder der Mensa in Beziehung treten. Die Leute dort stellen also mein Mittagessen bereit. Doch dieses Essen "wächst" ja dort nicht einfach, sondern muss vorher auch eingekauft werden. Bevor es aber eingekauft werden kann, wird es geliefert. Damit dieses Essen aber geliefert werden kann, muss es von irgendwo auf dieser Welt geerntet, abgepackt und transportiert werden. Dazu braucht es einen Haufen von Leuten, welche diese Arbeit für mich machen, damit ich pünktlich um 12 Uhr mittags mein Essen kriege. Eigentlich Wahnsinn, was alles hinten herum abgeht, ohne dass man sich diesen Aufwand eigentlich bewusst ist.

Jetzt bin ich beim Essen stehen geblieben. Zum Essen gehört aber auch das, was davon übrigbleibt, nämlich der Abfall. Ich werfe ihn in den Abfallkorb. Da muss ich mit meiner Umwelt in eine Beziehung treten, damit ich den Abfall so umweltfreundlich wie möglich entsorgen kann. Was aber nach dem Einwurf in den Kübel passiert, habe ich mir gar nicht wirklich überlegt. Ja es wird wohl einer kommen, und den Abfallkorb leeren. Ganz so einfach ist es doch nicht. Auch hier gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die den Abfall für mich weiterverwerten und abbauen. Nachdem ich ihn in den Kübel geworfen habe, geht der Verwertungsprozess erst richtig los. Jemand muss ihn abholen und in die entsprechende Sammelstelle (meistens die KVA) bringen. Dort gibt es Menschen, die wissen, wie man mit den Abfallbergen umgehen muss, damit sie kleiner werden, aber unsere Umwelt nicht allzusehr verschmutzen. Ist ja eigentlich eine grosse Leistung wenn man bedenkt, was für Abfallberge da wohl täglich angeschleppt werden.

So gesehen funktioniert tatsächlich nichts, ohne dass nicht einen Haufen von Leuten tagtäglich damit beschäftigt ist, uns das Leben so erträglich und bequem wie möglich zu machen. Was wäre ich ohne Strom? Was wäre mein Laptop, auf welchem ich diesen Post gerade schreibe, ohne Strom? Wahrscheinlich wäre er ein Blatt Papier und ich sehr frustriert, dass ich die Fehler, die ich schreibe, nicht einfach wieder löschen kann. Also ich sehe, ohne Strom geht gar nichts. Und woher kommt er? Na aus der Steckdose natürlich.

Nun, ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Er kommt von weiter her, von einem Ort, wo ein Haufen Menschen tagtäglich dafür arbeiten, dass ich den Strom aus der Steckdose bekomme. Die Geschichte geht so weiter, mit allem und jedem, was ich für meinen Alltag benötige. Ich muss immer wieder mit Personen, Dingen oder der Umwelt in Beziehung treten, damit ich mein Leben leben kann. Es ist auch gut so, denn diese Beziehungen wirken gegenseitig. Ich profitiere, gebe dafür aber auch etwas ab, sei es Geld oder eine Gegenleistung.

Bis jetzt hat es funktioniert.

Stéphanie Aschmann, LG A

Vernetzungen entdecken

Diese Woche richtete ich mein Augenmerk speziell auf unterschiedlichste Vernetzungen in meinem Leben, wobei ich mich an folgenden Beitrag von Frau Frischknecht erinnerte: "Achtsam kann man sich selbst, der Welt aber auch den Mitmenschen gegenüber sein". Ich nahm mir für diese Zeit vor, besonders meinen Mitmenschen Achtsamkeit entgegenzubringen und erhoffte mir von diesem Vorhaben neue und interessante Erkenntnisse. Damit wollte ich meine Perspektive etwas erweitern, was sich sicherlich auch auf mein zukünftiges Leben auswirken würde.

Da sich unsere Gruppe sehr intensiv mit dem Thema „Abfall“ beschäftigt, wollte ich diesen Auftrag unbedingt auf dieses Thema beziehen und habe dafür den Prozess der Abfallentsorgung etwas unter die Lupe genommen.

Angefangen hat es mit der Besorgung der Kehrichtsäcke. Ich habe sie an einem Kiosk gekauft, wo ich mit der Kioskverkäuferin in Beziehung getreten bin. Sie war mir bei meinem Einkauf behilflich, wobei ich dafür bezahlte. Da der Coop mehrere Gehminuten von meinem Wohnort entfernt ist, hat das Busunternehmen in Gossau einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet. Auch hier habe ich für die Unterstützung bezahlt, wodurch eine gegenseitige Beziehung entstand. Der Busfahrer beförderte mich zum Lebensmittelladen und ich bezahlte ihn für die Leistungen.

Der Kehrichtsack bekam eindeutig das Wochenende zu spüren und drohte bereits heute überzuquellen. Da kam die Müllabfuhr heute Morgen genau gelegen! Ich übernahm diese Woche ausnahmsweise das "Müll-runter-bringen", wobei mir bewusst wurde, dass wiederum andere Menschen unseren Müll abholen werden und dieser deshalb ohne grosse Umstände meinerseits in der Kehrichtverbrennungsanlage ankommen wird. Ich wünschte meinem Abfall somit eine gute Reise und begab mich wieder in die Wohnung, wobei mir viele Gedanken durch den Kopf gingen.

Ich kam zum Schluss, dass besonders andere Menschen uns eine reibungslose und beinahe aufwandfreie Abfallentsorgung ermöglichen. Geprägt ist dieses Geschäft von Beziehungen zu anderen Menschen, welche auf einem gegenseitigen Geben und Nehmen basieren und somit funktionieren. Wird diese Vernetzung aus irgendwelchen Gründen zerstört, wird uns vielleicht klar, wie abhängig wir von unseren Mitmenschen eigentlich sind. Obwohl diese Erfahrung eigenen Menschen gut tun würde ist es wichtig, dass wir den Prozess der Abfallentsorgung unterstützen und gemeinsam ein Resultat anstreben, das wir vertreten können!?

Céline Huber LGA

Samstag, 5. Mai 2007

Achtsam sein in der nächsten Umgebung

Ich finde, dass ich nicht jeden Tag meine Mitmenschen, meine Umwelt und das Leben achtsam wahrnehme. Es vergehen Tage da bin ich gar nicht so achtsam und man schaut vieles als selbstverständlich an. Erst wenn man aufgerüttelt wird, wird einem bewusst wie wichtig es ist, seine Umwelt achtsam wahrzunehmen und auch im Umgang mit der Umwelt und dem Leben achtsam zu sein.


Darum finde ich diese Übung mit den Post-it-Zettel sehr sinnvoll. Es hilft, sich wieder bewusst Gedanken zu machen und nicht einfach durch die Welt zu gehen und alles anzuschauen, als wäre es in Ordnung. Wenn ich in meinem näheren Umfeld schaue, dann merke ich wie schnell sich etwas verändert hat. In unserem Quartier sind die Pensionierten zuständig für die Gartenpflege, welche sehr viel Zeit beansprucht, da das Grundstück relativ gross ist. Sie schneiden im Herbst die Äste zurück, in der Drechslermaschine werden die Äste kleingehackt und das Ganze ökologisch wiederverwertet. Der Kompost wird von ihnen umgegraben und die Pflege der Holunderbäume und die Holunderernte nehmen auch sie in Angriff! Für das jährliche Streichen der empfindlichen Holzbalkone sind ebenfalls die Pensionierten zuständig...vielleicht muss ich hier noch anfügen, dass sie diese Arbeiten sehr gerne verrichten, es ist also keinen Zwang! Erst als ich mich mit diesem Wochenthema befasst und bewusst auf meine nähere Umgebung geachtet habe, ist mir aufgefallen was für wertvolle Arbeit diese Männer leisten. Und dies in jeder Saison vom Frühling bis zum Winter. Dank dieser Arbeit sieht unser Quartier gepflegt aus und die Bäume, Pflanzen, Wiesen und auch die Bewohner fühlen sich wohl!

Dies ist mir erst jetzt richtig bewusst geworden! Es ist doch wirklich wichtig, sich einmal achtsam umzuschauen, erst dann bemerkt man, dass vieles nicht selbstverständlich ist.

Freitag, 4. Mai 2007

Vernetzte Welt

Unter diesem Titel werde ich als Ihre Blog-Mitbetreuerin aus der Dozentenschaft von Zeit zu Zeit einen Kommentar oder einen Impuls geben, um Ihnen zu zeigen, dass ich Ihre Arbeiten mit Interesse lese.

Der Titel für meinen Blog an die Gruppen ist mir beim Lesen der Beiträge gekommen. Unglaublich, wie sehr alles mit allem zusammenhängt! Unglaublich auch, dass wir uns den Zusammenhängen und ihren Folgen so oft verschliessen - warum eigentlich? Hätte ich Sie vor einer Woche über Medienmitteilungen zu Nachhaltigkeit und im Speziellen zu Abfall gefragt, so hätten Sie mir vermutlich nichts Besonderes nennen können, das Ihnen aufgefallen wäre. Jetzt sind Sie mit Auge, Bewusstsein und Herz darauf eingestellt und es fällt Ihnen ganz vieles auf. Wie könnten wir das nur beibehalten?

Achtsamkeit ist sicherlich ein Stichwort, obschon Sie meinen, mit der kleinen Übung habe sich nichts im Leben verändert. Natürlich nicht im Grossen, aber dort, wo wir eine Wirkung haben ist im Kleinen, in unserer Welt und die besteht ja nicht nur aus Abfallverhalten. Achtsam kann man sich selber, den Mitmenschen und der Welt gegenüber sein - in wachsenden Ringen. Das ist es, was die Übung auslösen wollte. Jetzt geht es darum, dranzubleiben in vielen Dingen des Lebens, denn Abfall produzieren bedeutet nicht zuletzt auch, den Blick für Kreisläufe verloren zu haben, die uns die Natur so perfekt aufzeigt.

Spüren Sie den Vernetzungen nach - bis hin zum Abfall oder eben zum Vermeiden desselben...
Alles Gute
U.Frischknecht

Achtsam sein, achtsam wahrnehmen

In unserem gestressten und hektischen Alltag haben wir häufig keine Zeit unsere Umwelt achtsam wahrzunehmen. Vielfach entgehen uns Kleinigkeiten und wir sind meistens nur auf uns und unsere täglichen Abläufe fixiert. Nicht allen Menschen gelingt es, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und gezielt darauf zu achten, was tagtäglich geschieht. Ich war darum am Anfang dieser Woche gespannt, was für Erfahrungen ich mit dem Post-it-Zettel machen werde. Den Zettel habe ich auf mein Etui geklebt, weil ich es häufig hervor nehme und darum auch oft darauf schaue. In dieser Woche nahm ich das Geschehen in der Umwelt noch bewusster war. Letzten Samstag ist mir während des Arbeitens wieder einmal aufgefallen, wie viel Abfall an der Kasse produziert wird. Am Abend füllen wir 2 Kehrrichtsäcke mit Kassenzettel, kaputten Plastiksäcken und sonstigen Kleinabfall. Mir ist aber auch aufgefallen, wie teilweise die Leute ihren Abfall einfach liegen lassen. Es gibt aber auch immer wieder Menschen, mir aus dem Einkaufswagen die Abfälle herausgeben und ich sie dann entsorgen kann. Was mich stets freut. An diesem Tag kaufte ich mir keinen Salat, da zu viel Abfall produziert. Letzte Woche nahm ich die 20- Minuten Zeitung stets nach Hause und ich tat sie ins Altpapier.

Nach dem ich in dieser Woche ganz achtsam war, kann ich von mir behaupten, dass diese Aufgabe meine Einstellung nicht gross verändert hat. Ich finde, dass ich genügend achtsam bin und stets darauf achte, dass ich den Abfall trenne und ihn auch richtig entsorge. Mir ist aber völlig bewusst, dass ich viel Abfall produziere. Das kommt vor allem davon, dass wir an den Luxus gewohnt sind und auch Produkte kaufen, die viel Abfall produzieren. Was meiner Meinung nach teilweise vermieden werden könnte.

Leider gibt es Leute, die immer fauler und bequemer werden und sich kaum fragen, sie für die nachhaltige Entwicklung beitragen. Gerade solchen Leuten, sollte man einmal die Aufgabe geben die Umwelt und das eigene Leben achtsam wahrzunehmen. Vielleicht merken diese Leute einmal, was sie für ihre nachhaltige Zukunft tun und vor allem, inwiefern sie der Umwelt schaden.

Dienstag, 1. Mai 2007

Opfer des Abfalls

Ich muss ehrlich sagen, das Post-It hat meinen Tag nicht wesentlich verändert. Ich schaue sehr auf eine "umweltgerechte" Lebensweise, so gut dies geht. Dazu brauche ich eigentlich kein Post-It, um mir dies in Erinnerung zu rufen. Trotzdem habe ich die Übung durchgeführt und mir bei jeder Gelegenheit, nachhaltig zu sein, Gedanken gemacht.
Angefangen hat das schon am Morgen, als ich die 20-Minuten vom Vortag loswerden wollte. Anstatt sie in den Kübel zu werfen, was wesentlich einfacher gewesen wäre, habe ich sie ins Altpapier gelegt. Weiter ging es in der Schule. Eine Pet-Flasche wollte entsorgt werden. Dazu suchte ich den nächsten Pet-Sammelbehälter auf. Mir wurde bewusst, dass solche Handlungen zwar klein sind, aber trotzdem eine grosse Wirkung haben. Und diese kleinen Handlungen versuche ich, umzusetzen.

Wenn man "achtsam sein, achtsam leben" aber anstatt auf ein Post-It auf ein riesiges Plakat geschrieben und öffentlich aufgehängt hätte, wäre die Wirkung vielleicht anders gewesen. Die Leute machen sich schnell einmal Gedanken über ihr eigenes Verhalten, wenn sie bloss dazu angeregt werden. Vielleicht könnte man das Wegwerfen von Abfall in der Natur vermindern, wenn man vermehrt auf die Folgen aufmerksam machen würde. Es ist halt leider schon so, dass die Menschen immer achtloser mit der Umwelt umgehen. Deshalb ist der Slogan "achtsam sein, achtsam leben" sehr bedeutend für das Thema Abfall. Abfall ist nämlich das, was wir von unserer Existenz übriglassen. Ich meine damit, dass wir Dinge zum Essen kaufen, weil wir essen müssen. Aber was übrigbleibt, ist der Abfall. Und dieser wird oft achtlos weggeworfen.

Essen und andere Dinge brauchen wir zum Leben. Doch sie produzieren Abfall. Dieser bleibt dort liegen, wo wir uns gerne aufhalten und wo es uns wohl ist - in der Natur. Die Natur ist für mich etwas, was mein Leben bereichert. Ich bin gerne am See, bei schönem Wetter ist das eine super Sache. Doch wo soll ich hinsitzen oder baden, wenn der Strand mit Abfall übersät ist? Die Natur ist Opfer der Unachtsamkeit von uns Menschen. Könnte man dies mit dem Slogan nur ein bisschen ändern, wäre schon ein grosser Schritt getan. Aber eben, wenn das Wörtchen wenn nicht wär...

Stéphanie Aschmann, LG A

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden?

Achtsamkeit macht sensibel

Damit bin ich bei einem wichtigen Merkmal von Achtsamkeit: Menschen verfügen über innere Sensoren, mit denen sie wahrnehmen, was um sie herum geschieht. Jeder von uns lebt im Feld seiner Wahrnehmung und gestaltet dieses. In ihm lebt alles, was uns wichtig und achtenswert ist. In erster Linie sind das Erwachsene und Kinder, alte und junge Menschen unserer Gemeinde, aber auch Tiere, Blumen, Bäume, Büsche oder Gegenstände, die zur Wohnung gehören. Dabei begegnen wir den Objekten, die wir lieben, mit der grössten Achtsamkeit, weil der Umgang mit ihnen uns immer wieder die Möglichkeit gibt, mit unserem Inneren in Kontakt zu kommen.

Achtsamkeit kann in die Tiefe führen und verbindet mein Inneres mit meinem alltäglichen Tun. Diese Erfahrung der Tiefe wird als etwas sehr Schönes erlebt, weil dann Innen und Aussen im Einklang sind. Ich bin mit mir im Einklang. Jede von uns hat ihre bevorzugten Verrichtungen im Alltag, wo sie spürt, da bin ich ganz bei mir. Für mich geschieht das, wenn ich mich mit den Blumen in der Wohnung beschäftige. Da fliesst die besondere Energie der Achtsamkeit, aber auch beim Malen und beim Kochen. Wer ein Musikinstrument spielt, weiss, wie viel Achtsamkeit nötig ist, um sich mit seinem Instrument immer wieder abzustimmen.

Achtsamkeit gilt auch als wesentliche Voraussetzung für eine korrekte Abfallentsorgung. Nur wer den Bezug zur Umwelt erkennt und sich der unterschiedlichen Wechselwirkungen bewusst ist, kann die Bedeutung des Themas nachvollziehen und sieht darin eine dauerhafte Aktualität. Auch die eigene Beziehung und Einstellung zum Abfall wird dann sensilbel wahrgenommen und ein im-Einklang-sein angestrebt. Nur so wird eine umweltbewusste Abfallensorgung gewähleistet und eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht.

Obwohl ich die Idee mit dem Post-it-Zettel mit grosser Neugierde umgesetzt habe und meiner Achtsamkeit bewusster geworden bin, sehe ich diese Methode nicht als langfristig erfolgreiche Lösung für unser Umweltproblem. Die Erinnerung verhilft dem Menschen zu einem bewussten Wahrnehmen seiner Handlungen und Auswirkungen auf die Umwelt, ändert aber keine Einstellungen. Wer nämlich gegen eine Abfalltrennung ist, befindet sich auch ohne umweltfreundliche Abfallentsortung mit sich selbst im Reinen. Der Ansatzpunkt ist hier nicht das Vergessen sondern das Setzen von Prioritäten. Nur wer sich mit der Umwelt gleichsetzt, erklärt sich zu einer wohlwollende Haltung gegenüber der Umwelt bereit.

Céline Huber LGA

Der Einsatz eines Abfallkontrolleurs in St. Gallen zeigt Wirkung

Medienmitteilung Entsorgungsamt Stadt St.Gallen, vom 31.01.2007

Das städtische Entsorgungsamt (ESA) überprüfte im letzten Jahr 1708 Fälle von unkorrekten Bereitstellungen von Abfällen und illegalen Ablagerungen, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Anzahl lag damit klar unter derjenigen des Vorjahres von 2'909 Fällen. Der Abfallkontrolleur überprüft die Bereitstellungen und die unkorrekten Ablagerungen von Kehrichtsäcken, Abfällen, Sperrgütern, Altpapier oder Karton um den Verursacher oder die Verursacherin ausfindig zu machen. 494 Verursacher und Verursacherinnen (Vorjahr 799) konnten ermittelt werden. In 197 Fällen (Vorjahr 330) wurde eine Busse von CHF 100 ausgesprochen. In 213 Fällen (Vorjahr 329), vorwiegend im Bereich der unkorrekten Bereitstellung von Altpapier und Karton zur Abfuhr, erfolgte eine sachbezogene Information an die Betroffenen. Sofern Bussen nicht bezahlt werden, und grundsätzlich bei gravierenderen Verstössen gegen die Entsorgungsvorschriften, werden Verzeigungen bei der Polizei und gegebenenfalls gerichtliche Beurteilungen eingeleitet. Im Jahr 2006 waren 84 solche Fälle (Vorjahr 140) zu verzeichnen.

Diese Meldung beweist, dass die unkorrekte Abfallentsorgung dank des Abfallkontrolleurs stark abgenommen hat. Die Geldstrafe scheint bei den meisten Menschen Angst auszulösen, wobei sie sich um eine vorbildhafte Abfallentsorgung bemühen. Obwohl ich von diesen plötzlichen Fortschritten begeistert bin, stört mich der Hintergedanke dieser Massnahmen.

Bemühen sich die Menschen nur um Ihre Umwelt, damit sie keine Geldstrafe erhalten? Macht die korrekte Abfallentsorgung sonst keinen Sinn? Ist uns unser Geld wichtiger als ein gesundes Leben auf Erden? Hängt unser Wohlstand nicht auch von unserer "gesunden" Umwelt ab?

Ich habe mir sehr viele Gedanken über diese Fragen gemacht und habe erkannt, dass zahlreiche Wechselwirkungen vorhanden sind. Egoistisches Denken steht dabei dem Verständnis leider oft im Wege. Denkt darüber nach!

Céline Huber LGA