Freitag, 20. April 2007

Abfall - ein tagtägliches Thema

Es ist gar nicht einfach, so spontan aufzuzählen, wo ich in meinem alltäglichen Leben und Umfeld positive Elemente nachhaltiger Entwicklung finde. Da muss ich gerade einige Überlegungen anstellen...
Bei uns zu Hause wird der Abfall strikte getrennt, dass heisst, wir haben im Keller zwei Kisten. Die erste Kiste ist für die Konservenbüchse und die zweite Kiste für das Glas. Weiter haben wir einen Plastiksack, hier kommt alles hinein was Alu enthält, „Joghurtdeckeln“, Alupapier, „Schokoladenstängelpapier“, usw. Beim Altpapier wird auch strengstens geschaut, dass sich ja kein Karton dorthin verirrt. Also gibt es bei uns zwei Beigen, die Kartonbeige und die Altpapierbeige.
Wir haben an allen Wasserhahnen eine Energiesparbrause dran inklusive Duschbrause, der Wasserverbrauch wird so vermindert. Ich schaue auch darauf, dass ich während dem Zähneputzen den Wasserhahnen nicht laufen lasse, sondern nur am Anfang und Ende des Zähneputzens.
Wir leben in einem Quartier, welches sich aus vielen Wohnungen zusammensetzt, diese bilden die Stockwerkeigentümergemeinschaft. An jeder Sitzung wird unter anderem auch der Verbrauch des Wasser bekannt gegeben. Natürlich gibt dies dann immer wieder Anlass zu Diskussionen, da es Haushalte mit 2 Personen gibt, die mehr Wasser verbrauchen als Haushalte mit 4 Personen. Und dadurch, dass alle Bewohner Einblick in den Wasserverbrauch des anderen haben, gibt das so einen kleinen internen Wettbewerb. Diejenigen gewinnen, welche verhältnismässig am wenigsten Wasser verbrauchen. Denn wer möchte schon als der grösste Wasserverbraucher des Quartiers abgestempelt werden? Die Verlierer strengen sich dadurch an und hoffen bei der nächsten Sitzung nicht wieder als die Wasserverbraucher schlechthin dazustehen.

Obwohl ich sehr zentral wohne, nehme ich manchmal aus Bequemlichkeit das Auto anstatt das Velo. Oder ich lasse das Wasser beim Duschen einfach laufen. Und wenn es niemand sieht, kann es schon mal vorkommen, dass ein Alupapier im Abfallkübel landet. Ich könnte wahrscheinlich schon noch mehr Defizite aufzählen, im Moment kommt mir jedoch nichts mehr in den Sinn.
Der oben aufgeschriebene Inhalt bezieht sich stark auf unser Gruppenblogthema „Abfall“. Es zeigt mir auf, dass dieses Thema bei allen Menschen tagtäglich vorkommt und niemand sagen kann, davon habe ich noch nichts gehört! Zum Thema „Abfall“ kann jeder etwas sagen und seine Ansichten äussern, dies macht das Thema so spannend, dass es allgegenwärtig ist. Familien, Schulen, Spitäler, Unternehmungen jeder kann etwas beitragen und ist dazu aufgerufen. Aufrufe gibt es genug, sei es aus den Zeitungen, Fernsehen oder die Plakatwerbung. Doch trotz all diesen Massnahmen sehen wir auch in der Schweiz noch grosse Abfallberge, Abfälle die an den Waldrändern deponiert werden oder überquellende Abfalleimer. Die Leute kennen diese Bilder, wissen im Grunde was zu tun wäre, sich darum kümmern tun sich nicht so viele. Darum ist es wichtig, dass die Themen „Abfall, Abfalldeponien, Abfalltrennung und Abfallverwertung“ zentral bleiben.

2 Kommentare:

Stesi hat gesagt…

Das mit dem Wettbewerb in der Nachbarschaft bezüglich des Wasserverbrauchs finde ich ein gute Idee. Ich denke mir, dass die Leute so mehr sensibilisiert darauf werden, wie viel Wasser sie verbrauchen. Gerade mit solchen alltäglichen Kleinigkeiten kann für unsere nachhaltige Zukunft gesorgt werden. Das Ganze sollte jedoch nicht nur einfach einen Wettbewerbscharakter haben, sondern es sollte ein Aufruf an alle Bewohner und Bewohnerinnen sein. Versuchen wir doch unserem Luxus bewusst zu sein und den auch mehr zu schätzen. Wir eine nachhaltige Entwicklung braucht es meiner Meinung nach noch mehr solche initiative Menschen mit Ideen, die wir im Alltag leicht umsetzen können.

Stefanie Dudler, LG04 A

c_line hat gesagt…

Abfälle im Industiebetrieb

Auch ich bin der Meinung, dass jeder Haushalt unbedingt einen Beitrag zur vorbildhaften Abfallentsorgung beitragen sollte. Trotdem möchte ich hier einen weiteren Aspekt aufzeigen:

Ein Zahlenvergleich zwischen Industrie- und Siedlungsabfällen macht deutlich, dass die Abfallvermeidung und -verwertung vor allem im Betrieb professionell angegangen werden muss. Der Sondermüll stammt zum weitaus grössten Teil aus Industrie und Gewerbe, des-halb sind Massnahmen in diesem Bereich enorm wichtig.

Céline Huber, LG04 A