Müll in den Medien
Ich habe mir überlegt,ob das Thema Abfall in den Medien kommuniziert wird. Je mehr ich mir das überlege, desto eher komme ich zum Entschluss, dass viel zu wenig darüber geredet wird - oder ich konsumiere das falsche Material...Mal ehrlich, wenn wir nicht gerade eine Broschüre der KVA in den Händen halten, lesen wir sozusagen nichts über Abfall. Und das, obwohl es ein immer wiederkehrendes Thema ist.
Das einzige, was mir in den Sinn kommt,ist ein Spielfilm,den ich letztens gesehen habe. Es ging nebenbei darum, dass die städtische Müllabfuhr gestreikt hat. Die Folgen waren riesige Abfalltürme auf den Strassen. Vom Gestank ganz zu schweigen, welcher beinahe bis in unsere Stube zu riechen war. Klar, es war bloss ein Film. Aber Gedanken habe ich mir schon gemacht. Was wäre, wenn bei uns plötzlich abfallmässig nichts mehr geht? Ich meine, wir sind angewiesen auf die Müllabfuhr und den ganzen nachfolgenden Prozess in der KVA. Aber der Spielfilm hat halt bloss gezeigt, was passieren könnte, wenn die Abfuhr streikt und nicht, wie man mit Abfall effektiv umgehen soll.
Ein weiterer Beitrag,der mir dazu einfällt, ist einer in der Sonntagszeitung vom 22.4.07. Da ging es um die Verwertung von Ozeandampfern, die ausgedient haben. Ich staunte nicht schlecht, als ich da las, dass diese riesigen Schiffe einfach an Stränden (z.B. vor Bangladesh) abgelegt und "vergessen" werden.Man spricht sogar von ganzen Schiffsfriedhöfen. Die Kahne gammeln dann da vor sich hin, bis die Einheimischen anfangen, sie zu zerlegen. Viele dieser Dampfer sind vollgestopft mit Asbest (weil sie zu Zeiten gebaut wurden, wo das noch kein Thema war) oder haben sonst giftige Lacke oder Metalle an sich, welche sich im Meerwasser lösen. Die Folge davon ist die immer grösser werdende Wasserverschmutzung. Dies alles, weil es viel zu teuer ist, die Dampfer auf dem richtigen Weg, also in einer Werft, zu zerlegen. Hier spreche ich nicht von Alltagsabfall, sondern von Kolossen aus Stahl. Aber trotzdem ist das Abfall, oder nicht?
Neben diesem Artikel war noch ein anderer Vermerk, in welchem darum ging, wie die Amerikaner alte Flugzeugträger entsorgen. Sie versenken sie im Meer mit der Begründung, ein künstliches Riff schaffen zu wollen. Damit sei den Tieren und den Tauchern gedient, man könne so den Tauch-Tourismus fördern. Also originell ist diese Ausrede ja, aber das gibt es doch nicht! Wenn wir etwas nicht mehr brauchen, versenken wir das einfach im Meer, so nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn". Es wäre sehr interessant und mit Sicherheit extrem erschreckend, was so alles ans Tageslicht befördert werden würde, wenn es kein Wasser in den Meeren hätte.
Ich bin zum Schluss gekommen, dass die Meere eine Art "Abfalldeponie" darstellen und dabei immer mehr zerstört werden. Auch hier könnte man einmal anfangen, ein "Meeres-Abfall-Bewusstsein" oder so etwas zu entwickeln. Ich meine, was nützt uns ein Meer, das keine Fische mehr drin hat, dafür ein paar schöne alte, rostige Eisenbahnwaggons, die da eigentlich gar nicht hingehören?
Stéphanie Aschmann, LG A
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4 Kommentare:
Zu deinem ersten Input, was wäre wenn der Müllabfuhr streiken würde? Ich war Winter vor einem Jahr in Hamburg. Ich weiss nicht mehr wie lange die Müllabfuhr zu diesem Zeitpunkt schon gestreikt hatte. Jedenfalls gab es Strassen, in denen sich die Müllsäcke türmten und teilweise kreuz und quer verissen herumlagen. Der Anblick und vor allem der Gestank war widerlich! Die Realität ist also vom Spielfilm manchmal doch nicht so weit entfernt wie wir denken.
J.Hauser, 04D
Das Meer hat für mich einen sehr verdrängenden Charakter: Aus den Augen, aus dem Sinn. Doch irgendwann wird und muss uns resp. unsere Nachkommen diese Verschmutzung wieder einholen. Ich finde es unglaublich, wie wir Müll, auch radiokativen, produzieren, welchen wir niemals wieder reproduzieren können zu was Nützlichem oder zumindest etwas, das nicht umweltschädlich ist.
Kein einziges Tier dieser Erde produziert Müll, welches die Natur nicht wieder selbst regulieren kann.
Ich frage mich nicht selten, was Intelligenz denn nützt, wenn man sie einsetzt wie den Menschen - um einen Planeten (um nicht zu sagen 'zerstören) zu verwüsten und sich dann einfach zu überlegen (ziemlich teure Überlegungen, wohlbemerkt), welchen Planet wir als nächstes wortwörtlich in Angriff nehmen.
Die Abfälle, die sich in den Meeren befinden, nehmen immer mehr zu. Flaschen, Plastikteile und anderes Strandgut übersäen die Küsten. Freiwillige säubern den Strand und dennoch ist er voll von Abfällen. Ich konnte in den Ferien einmal mit ansehen, dass einzelne Teile wie eine Mülldeponie aussahen. Was mich sehr nachdenklich stimmte.
Diese grossen Abfälle sind furchtbar, aber die kleinen Plastikteile, die überall verstreut liegen, sind fast noch schlimmer. Viele Tiere nehmen diese Teile als Nahrung zu sich und müssen sterben.
Aber auch gelöste Gifte machen den Tieren das Leben schwer. Betroffen sind beispielsweise Muscheln, die ihre Nahrung aus dem Meerwasser filtern. Aber auch Fische speichern vor allem Gifte, die zugleich von den Menschen gegessen werden. Dies sollten sich einige Menschen einmal überlegen. Am Schluss trifft es nämlich wieder uns!
Stefanie Dudler, LG04 A
Stimmt über Abfall wird in den Medien wenig berichtet. Erst wenn es irgendwo in der Natur wiedermal riesige Mülldeponien gibt, sind die Medien vor Ort und berichten darüber.
Aber sonst Artikel zu nachhaltiger Entwicklung findet man sehr oft in den Medien, also tagtäglich!
Martina Schnelli, 04A
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