Dienstag, 1. Mai 2007

Der Einsatz eines Abfallkontrolleurs in St. Gallen zeigt Wirkung

Medienmitteilung Entsorgungsamt Stadt St.Gallen, vom 31.01.2007

Das städtische Entsorgungsamt (ESA) überprüfte im letzten Jahr 1708 Fälle von unkorrekten Bereitstellungen von Abfällen und illegalen Ablagerungen, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Anzahl lag damit klar unter derjenigen des Vorjahres von 2'909 Fällen. Der Abfallkontrolleur überprüft die Bereitstellungen und die unkorrekten Ablagerungen von Kehrichtsäcken, Abfällen, Sperrgütern, Altpapier oder Karton um den Verursacher oder die Verursacherin ausfindig zu machen. 494 Verursacher und Verursacherinnen (Vorjahr 799) konnten ermittelt werden. In 197 Fällen (Vorjahr 330) wurde eine Busse von CHF 100 ausgesprochen. In 213 Fällen (Vorjahr 329), vorwiegend im Bereich der unkorrekten Bereitstellung von Altpapier und Karton zur Abfuhr, erfolgte eine sachbezogene Information an die Betroffenen. Sofern Bussen nicht bezahlt werden, und grundsätzlich bei gravierenderen Verstössen gegen die Entsorgungsvorschriften, werden Verzeigungen bei der Polizei und gegebenenfalls gerichtliche Beurteilungen eingeleitet. Im Jahr 2006 waren 84 solche Fälle (Vorjahr 140) zu verzeichnen.

Diese Meldung beweist, dass die unkorrekte Abfallentsorgung dank des Abfallkontrolleurs stark abgenommen hat. Die Geldstrafe scheint bei den meisten Menschen Angst auszulösen, wobei sie sich um eine vorbildhafte Abfallentsorgung bemühen. Obwohl ich von diesen plötzlichen Fortschritten begeistert bin, stört mich der Hintergedanke dieser Massnahmen.

Bemühen sich die Menschen nur um Ihre Umwelt, damit sie keine Geldstrafe erhalten? Macht die korrekte Abfallentsorgung sonst keinen Sinn? Ist uns unser Geld wichtiger als ein gesundes Leben auf Erden? Hängt unser Wohlstand nicht auch von unserer "gesunden" Umwelt ab?

Ich habe mir sehr viele Gedanken über diese Fragen gemacht und habe erkannt, dass zahlreiche Wechselwirkungen vorhanden sind. Egoistisches Denken steht dabei dem Verständnis leider oft im Wege. Denkt darüber nach!

Céline Huber LGA

Keine Kommentare: