Was motiviert mich zur Nachhaltigkeit? (oder nicht?)
Ich habe mir die Frage ehrlich gesagt noch gar nie gestellt - ich tu es einfach. Aber jetzt wird es höchste Zeit, mein Handeln zu reflektieren :o) Zuerst einmal ist es meine Erziehung, die mich zum nachhaltigen Tun animiert. Wir haben zu Hause gelernt, dass man den Abfall trennt, ihn nicht in der Natur liegen lässt und mit Wasser usw. sparsam umgeht. Demnach muss ich mich nicht besonders anstrengen, um nachhaltig zu sein.
Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, welche mich dazu motivieren, meinen Anteil zur Nachhaltigkeit beizusteuern. So liegt mir die Natur sehr am Herzen. Ich halte mich gerne im Freien auf, finde es wunderschön, in der Natur wieder aufzutanken. Doch am idyllischen Bild stört mich des Öfteren herumliegende Pet-Flaschen oder sonstigen Abfall, der aus Faulheit (oder Dummheit?) einfach liegen gelassen wird. Ich möchte gleich ein Beispiel anfügen: Gestern (Sonntag) verbrachte ich die Zeit am Bodensee. Herrlich, die Aussicht, einfach im Gras zu liegen und die Sonne zu geniessen. Doch hinter mir lautes Getöse von BMW-Motoren, deren Besitzer am liebsten in den See hineinfahren würden, um ja keinen Schritt laufen zu müssen. Nun ja, das geht ja noch. Aber nach Beendigung des Motorenkonzerts wurde ein Platz hinterlassen, der vorher garantiert anders ausgesehen hat. Er war übersät mit Flaschen.
Solche Vorkommnisse motivieren mich, es gerade besser, anders zu machen.
Aber im gleichen Atemzug muss ich sagen, dass mich solche Geschehnisse auch sehr demotivieren. Ich hätte nämlich diese Flaschen aufheben und ordnungsgemäss wegwerfen können. Habe ich aber nicht gemacht. Schliesslich fühle ich mich nicht verantwortlich für den Dreck, den andere hinterlassen. Eigentlich ist diese Einstellung auch nicht das Richtige, aber wir wären ja nur noch den Dreck anderer Leute am wegmachen. So gesehen Frage ich mich einfach immer wieder, was Nachhaltigkeit bringt, wenn gewisse Leute die Regeln nicht einhalten. Klar, kleine Schritte führen zu grossen Taten, unsere kleinen Beiträge zur Nachhaltigkeit führen zu einer Verbesserung der Welt. Doch es gibt einfach zu viele Menschen, die das Prinzip noch nicht so ganz verstanden haben. Na ja, bleibt zu hoffen, dass diese früher oder später auch noch verstehen.
Klimaberichte, Abfallmeldungen usw. motivieren mich, meinen Beitrag zur Nachhaltigkeit weiterhin zu leisten, weil ich dann sehe, dass es wirklich nötig ist und immer mehr wird. Doch gleichzeitig hindert mich die Gewohnheit, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. So kaufe ich vielleicht ein Produkt, dass nicht von Bio stammt, 3 mal verpacktund billiger ist, weil ich es kenne und ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Hier müsste ich mir einmal überlegen, ob es sich lohnt. Finanziell würde ich sagen: ja. Aber nachhaltig ganz klar: nein. Qualität hat seinen Preis. Überall ist das so, auch in der Nachhaltigkeit.
Ich werde nächstes Mal beim Kauf eines solchen Produkts daran denken.
Stéphanie Aschmann, LG A
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1 Kommentar:
Auch mir geht es so, dass mir die Unmengen von Abfällen, die herumliegen immer wieder auffallen. Doch leider schaue ich auch nur zu und unternehme nichts. Ich frage mich in solchen Momenten manchmal, wie die Leute reagieren würden, wenn ich sie darauf aufmerksam mache? Was würde wohl geschehen?
Zum Glück gibt es noch Leute, die nachhaltig handeln und eine gute Einstellung zum Leben haben. Wie würde es nur herauskommen, wenn die Leute nur noch auf sich schauen und die Nachhaltigkeit völlig vernachlässigen. Einen solchen Moment möchte ich mir gar nicht vorstellen. Mich beruhigt, dass es immer noch viele Menschen gibt, die ihren Mitmenschen und Nachkommen sinnvolle und positive Werte vermitteln und ihnen sagen, was man darf und was nicht.
Stefanie Dudler, LG04 A
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