Mittwoch, 16. Mai 2007

Bewusstes nachhaltiges Handeln

Vor diesem Modul habe ich mir ehrlich gesagt selten Gedanken über die Nachhaltigkeit gemacht. Teilweise diskutierte ich mit meinen Eltern darüber oder las einen Artikel über das Thema. Aber im Grossen und Ganzen ist mir mein Handeln im Moment erst richtig bewusst geworden. Ich handle vor allem nachhaltig, weil mir die Eltern gewisse Werte und Einstellungen vermittelt haben. Es wurde mir gesagt, dass ich nichts auf den Boden werfen darf und im Wald keine Pflanzen abreisse. Meine Eltern sagten mir jeweils, dass ich den Abfall in einen Eimer werfen oder in den Hosensack nehmen soll. Auch heute noch kann ich nichts auf den Boden werfen, denn ich habe es so gelernt und es käme mir auch nie in den Sinn. Im Alltag sehe ich immer wieder riesige Abfallberge, die von unseren Mitmenschen stammen. Da frage stelle ich mir jeweils die Frage: Was geht in ihren Köpfen vor? Welche Werte wurden ihnen vermittelt? Gerade solche Fragen passen auch zu unserem Gruppenblogthema. Meiner Meinung nach muss bezüglich des Abfalls noch vieles unternommen werden. Es kann einfach nicht alltäglich sein, dass sich immer mehr Abfälle auf der Strasse, im Wald oder in den Gewässern befinden. Da ist die Menschheit aufgefordert sich noch mehr an der Nase zu nehmen und sich vorbildlich gegenüber den Nachkommen zu verhalten.

Mir motiviert vor allem nachhaltig zu handeln, weil mir die Natur sehr viel bedeutet. Ich liebe es an einem freien und sonnigen Tag an den See zu fahren oder im Wald spazieren zu gehen. An solchen Orten kann ich neue Energie tanken und den Moment geniessen. Ich staune dann immer wieder über die grünen Flecken, die es in der Schweiz noch gibt und vor allem über die Vielfalt der Natur. Mir ist aber bewusst, dass an diesen Orten nicht alles „rosig“ ist. Leider muss ich immer wieder feststellen, wie verschmutzt diese wunderschönen Plätze sind. Leute überlegen sich gar nicht, was sie anrichten, wenn sie die Abfälle einfach auf den Boden werfen oder gar Platzen ausreissen. Solche Momente stimmen mich jeweils traurig. Es rüttelt mich aber auch auf, denn ich merke, wie wir der Natur schaden. In diesen Momenten bin ich jeweils motiviert etwas dagegen zu unternehmen. Aber meistens getraue ich mich dann trotzdem nicht diesen Leuten etwas zu sagen. Manchmal braucht es eine grosse Portion Mut und wir könnten vieles verhindern oder zumindest wäre es ein kleiner Anfang.

4 Kommentare:

Simone hat gesagt…

Mir kam beim Lesen deines Posts eine Reportage über die Abfallentsorgung in Italien in den Sinn, die ich vor einigen Wochen gesehen habe. Ich bin auch voll und ganz der Meinung, dass jeder Mensch für die Entsorgung seines Abfalls verantwortlich ist. Doch was mich in diesem Beitrag erscheckt hat, war die Tatsache, dass vor allem die Industrie und sogar der Staat ihre (oft nicht ungiftigen) Abfälle auf illegale Weise vernichten lassen und damit den grössten Teil der umweltfeindlichen Abfallentsorgung ausmachen. Eine riesige mafiose Organisation, die nur schwierig zu stoppen ist... Dies stimmt schon irgendwie traurig. Denn eigentlich sollte man meinen, dass genau diese Leute das Geld haben sollten, um nachhaltig handeln zu können. Doch der Profit und die Absatzsteigerung ist wohl wichtiger!!!

S.Schälli, LG 04 F

Corinne Sutter hat gesagt…

Ich kann dir sehr gut nachfühlen. Es frustriert mich selbst stets, wenn ich zusehen muss, wie schönste Plätze verschmutzt zurück gelassen werden. Aus Faulheit oder Rebellismus, ich weiss es nicht. Jedenfalls nicht gerechtfertigt. Ich denke, dass nichts unsere Motivation effektiver abtötet als das Negativbeispiel. Was immer wir tun, wo immer wir uns anstrengen, überall gibt sie es zu Tausenden. Und dennoch, wir dürfen uns nicht beirren lassen. Vielleicht müssen wir gar etwas ignorant werden und einfach weg sehen. Mir persönlich erleichtert es solches Verhalten, meine Ziele besser umsetzen zu können.

Doris hat gesagt…

Wenn ich jeweils in der Natur bin und Abfallberge sehe, dann wird es mir schlecht.. Auch ich wurde so erzogen, dass man keinen Abfall liegen lässt. Mir machte es immer Eindruck, wenn meine Mutter weggeworfene Flaschen, Zigarettenpäckchen und dergleichen auf der Strasse aufgelesen hat und bei uns zu Hause entsorgt hat.

Als Lehrpersonen können wir den Kindern unsere Werte und Einstellungen auf den Weg geben und ihnen bewusst nachhaltiges Handeln vorleben. Ich kenne eine Lehrperson, die in der letzten Woche an einem Tag mit ihren Kindern den Bach von Abfall befreit hat. Was für eine tolle Aktion!!!

c_line hat gesagt…

Auch ich hole meine Motivation aus "schlechten" Beispielen. Dabei wird mir immer bewusst, wie stark der Abfall unsere Natur zerstört. Was wäre, wenn alle Menschen ihren Abfall liegen lassen würden? In solchen Situationen bin ich froh, dass es auf dieser Welt auch umweltbewusste Menschen gibt und richte meine eigenen Ansprüche danach.