Die Natur und ich
Wir befinden uns gerade in einer Zeit, wo es schwierig ist, einen ruhigen Moment zu finden. So geht es jedenfalls mir. Es fällt mir schwer, mir Zeit zu nehmen, um einfach in der Natur zu sein und sie wahrzunehmen. Trotzdem habe ich eine halbe Stunde gefunden, um dieses Vorhaben umzusetzen.
Ich habe mich auf einen Steg am Zürichsee gelegt und einmal die Umgebung betrachtet. Die Sonne hat sich im Wasser gespiegelt, es hat geglitzert und geplätschert. Um mich herum hat der Wind mit den Schilfrohren gespielt, die aus dem Wasser ragten. Zwei Schwäne und drei Enten vollendeten das Bild.
Ich genoss die Ruhe, einfach nur zu sitzen und zu schauen. Bewusst zu schauen. Ich meine, wenn ich gestresst bin, nehme ich den Schwan gar nicht wahr. Er ist zwar dort, aber damit hat es sich auch schon. Doch jetzt war es anders. Ich konnte den Schwan richtig beobachten, ihm zuschauen. So entdeckt man immer wieder Neues oder lernt Dinge, die man sonst nicht lernen würde.
So gesehen ist eine ruhige halbe Stunde in der Natur wahrscheinlich ebenso wichtig wie jeder in der Schule durchgenommene Sachinhalt. Würde ich jetzt einmal behaupten.
Als ich da so sass, auf dem Steg, und ins Wasser hineinblickte, kam es mir friedlich und schön vor. Doch drehte ich mich um und blickte ans Ufer, schwammen dort weggeworfene Pet-Flaschen und Papier. Sogleich war ich auch wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ist es denn wirklich nicht möglich, irgendwo einen Flecken Natur zu finden, der nicht von Menschen verschmutzt wurde? So etwas kann ich nicht verstehen. Ich habe auch meine Fehler, was Nachhaltigkeit angeht, aber meinen Abfall räume ich (das kann ich mit gutem Gewissen sagen) immer weg!
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich die Natur plötzlich nicht mehr so idyllisch erlebt habe, als ich den schwimmenden Abfall entdeckt habe. Der Abfall liegt überall, wo er nicht hingehört. Es ist so, wie wenn man Salz anstatt Zucker in einen Kuchen gäbe. Es bleibt ein unangenehmer Nachgeschmack.
Mir ist die Natur wichtig, ich halte mich gerne in der Natur auf. Doch wenn ich sehe, wie verschmutzt sie zum Teil ist, macht es mir keine Freude mehr, mich zwischen leeren Bierdosen und Wurstpapier in die Sonne zu legen.
Abfalleimer hat es in der Regel genug - das Problem muss also irgendwo anders liegen. Vielleicht fühlen sich die Abfall-in-die-Natur-Wegwerfer wohl zwischen Plastik und Blech...
Ich tue es jedenfalls nicht.
Stéphanie Aschmann, LG A
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1 Kommentar:
Die Menschheit hat vor allem das Bild von einer idyllischen und farbenfrohen Natur im Kopf. Leider ist es aber Wirklichkeit, dass wir immer mehr Abfall in den Seen, an Waldrändern, auf Wiesen, etc. vorfinden. Auch mich ärgert es, wenn ich Ruhe und Erholung suche und dann die Plätze, die mir gefallen, verschmutzt und verwüstet vorfinde. Mir ist dann jeweils nicht wohl und ich verspüre nicht mehr Freiheit und ein Glücksgefühl, sondern einfach nur Wut...dies sollte wirklich nicht sein. Würden sich doch alle ein bisschen mehr zusammenreissen und an die anderen Leute denken, anstatt egoistisch zu handeln und nur auf sich zu schauen. Die Natur wäre heute in einem viel besseren Zustand.
Stefanie Dudler, LG 04 A
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