Über Pringsten beschäftigte ich mich mit unzähligen Modulnachweisen und Prüfungsvorbereitungen, wobei die Sonne in mein Zimmer schien und an meiner Disziplin rüttelte. Das tolle Wetter bot unzählige Möglichkeiten für eine variantenreiche Planung des Wochenendes. Obwohl ich mich an meinen Lernplan halten wollte, war meine Energiereserve sehr schnell aufgebraucht und meine Motivation auf dem Nullstand.
Am Sonntag entschied ich mich deshalb für einen Ausflug an den See, wo ich Energie tanken wollte. Die Gelegenheit, die Natur ganz neu und anders zu erfahren. Ich setzte mich dafür auf eine Bank am Seeufer und blickte auf das, was der Bodensee an Vielfalt und Schönheit bot. Die stille Wahrnehmung ermöglichte mir die volle Konzentration auf meine Umwelt und die Schönheit der Natur. Diese wirkte auf mich beruhigend und liess mich den Prüfungsstress sehr schnell vegessen. Mein Problem wurde zu einem ganz kleinen Boot im riesigen Bodensee und verlor im Moment an Bedeutung. Stattdessen kreisten meine Gedanken um das Naturphänomen Wasser und seine Eigenschaften. Ich fühlte mich glücklich und entspannt. Zudem erkannte ich mich als Teil dieser Natur und fühlte mich für einen kurzen Moment sehr stolz. Dies half mir dabei, den Prüfungsstress zu realtivieren und die Natur dem überzuordnen.
Mir wurde dabei bewusst, wie oft ich hier vorbeigelaufen war und von dieser Naturpracht keine Kenntis genommen hatte. Statt die Natur bewusst wahrzunehmen, war ich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt und auf die Probleme des Alltags fixiert. Schade!
Auch für die vorbildhafte Abfallentsorgung ist eine bewusste Wahrnehmung der Natur von grosser Bedetung. Indem ich mich nämlich mit der Natur verbunden fühle, entwickle ich dafür das nötige Verantwortungsgefühl. Aber ist alles wirklich so einfach?
Céline Huber, LGA04
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2 Kommentare:
Du hast Recht, die Natur ist für uns fast zu selbstverständlich geworden. Manchmal brauchen wir mehr Anstoss oder Zeit, sie wirklich bewusst wahrzunehmen. Ich meine, so ein See ist doch etwas absolut Tolles.
Doch leider denken viele Menschen nicht so wie du (und ich) ;o) Der See ist halt einfach ein Wassertümpel, der bestenfalls als Abfalleimer gilt. So jedenfalls kommt es mir vor, wenn ich dem Ufer entlang spaziere und all die Dinge sehe, die Wochenend-Griller per Zufall dort vergessen haben.
Es ist wirklich schade, dass wir mit unserer Umwelt nicht nachhaltiger umgehen, denn die Natur ist schön, sie bietet uns Einiges.
Doch die Unachtsamkeit und Selbstverständlichkeit mancher Menschen hinterlassen einen fahlen Nachgeschmack...
Manchmal ist es wirklich eine gute Idee sich bewusst Zeit zu nehmen, um die Natur(neu)zu entdecken. Vor allem wenn man im Prüfungsstress ist, kann es in der Natur noch viel erholsamer sein als sonst. Man kann sich zurücklehnen und die Gedanken schwelgen lassen. Ich finde es wichtig, sich solche Auszeiten zu gönnen.
Ja, ich denke auch, dass es vielfach passiert, dass man die Naturpracht manchmal gar nicht wahr nimmt, sondern erst wenn man sich bewusst damit auseinandersetzt. Darum kann es sinnvoll sein, sich wieder einmal in die Natur zu setzen!
Martina Schnelli, 04A
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