Diese Woche richtete ich mein Augenmerk speziell auf unterschiedlichste Vernetzungen in meinem Leben, wobei ich mich an folgenden Beitrag von Frau Frischknecht erinnerte: "Achtsam kann man sich selbst, der Welt aber auch den Mitmenschen gegenüber sein". Ich nahm mir für diese Zeit vor, besonders meinen Mitmenschen Achtsamkeit entgegenzubringen und erhoffte mir von diesem Vorhaben neue und interessante Erkenntnisse. Damit wollte ich meine Perspektive etwas erweitern, was sich sicherlich auch auf mein zukünftiges Leben auswirken würde.
Da sich unsere Gruppe sehr intensiv mit dem Thema „Abfall“ beschäftigt, wollte ich diesen Auftrag unbedingt auf dieses Thema beziehen und habe dafür den Prozess der Abfallentsorgung etwas unter die Lupe genommen.
Angefangen hat es mit der Besorgung der Kehrichtsäcke. Ich habe sie an einem Kiosk gekauft, wo ich mit der Kioskverkäuferin in Beziehung getreten bin. Sie war mir bei meinem Einkauf behilflich, wobei ich dafür bezahlte. Da der Coop mehrere Gehminuten von meinem Wohnort entfernt ist, hat das Busunternehmen in Gossau einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet. Auch hier habe ich für die Unterstützung bezahlt, wodurch eine gegenseitige Beziehung entstand. Der Busfahrer beförderte mich zum Lebensmittelladen und ich bezahlte ihn für die Leistungen.
Der Kehrichtsack bekam eindeutig das Wochenende zu spüren und drohte bereits heute überzuquellen. Da kam die Müllabfuhr heute Morgen genau gelegen! Ich übernahm diese Woche ausnahmsweise das "Müll-runter-bringen", wobei mir bewusst wurde, dass wiederum andere Menschen unseren Müll abholen werden und dieser deshalb ohne grosse Umstände meinerseits in der Kehrichtverbrennungsanlage ankommen wird. Ich wünschte meinem Abfall somit eine gute Reise und begab mich wieder in die Wohnung, wobei mir viele Gedanken durch den Kopf gingen.
Ich kam zum Schluss, dass besonders andere Menschen uns eine reibungslose und beinahe aufwandfreie Abfallentsorgung ermöglichen. Geprägt ist dieses Geschäft von Beziehungen zu anderen Menschen, welche auf einem gegenseitigen Geben und Nehmen basieren und somit funktionieren. Wird diese Vernetzung aus irgendwelchen Gründen zerstört, wird uns vielleicht klar, wie abhängig wir von unseren Mitmenschen eigentlich sind. Obwohl diese Erfahrung eigenen Menschen gut tun würde ist es wichtig, dass wir den Prozess der Abfallentsorgung unterstützen und gemeinsam ein Resultat anstreben, das wir vertreten können!?
Céline Huber LGA
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2 Kommentare:
Es ist super, wie genau du die Wechselbeziehungen zwischen uns und anderen Institutionen oder anderen Menschen beschreibst. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie sowas funktioniert.
Und natürlich hast du absolut recht: Uns wird erst bewusst, wie abhängig wir sind, wenn wir uns mit der Materie auseinandersetzen. Fragen wie "Was wäre, wenn.." finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend.Ich frage mich sowas oft, z.B. "Was wäre, wenn die Müllabfuhr streikt?" beschäftigen mich. Ich weiss, dass ich in einem solchen Fall gnadenlos verloren wäre, denn schliesslich verlasse ich mich eben auf diese Leute, welche für mich den Abfall wegmachen.
Nun, wie schon gesagt wurde, jede Leistung wird meistens mit Geld oder einer anderen Gegenleistung aufgewogen. Das Leben ist ein Geben und Nehmen. Tönt zwar kitschig, ist aber so, wie wir gesehen haben.
Stéphanie Aschmann, LG A
Unsere Welt ist durch und durch vernetzt. Solche Gedankengänge finde ich immer wieder spannend zu machen, denn wenn ich etwas kaufe, überlege ich mir sehr selten, von wo es herkommt und auch welche Strecke das Produkt schon hinter sich hat.
Genau so geht es mir bei unserem Blogthema. Wenn ich mir genau überlege, produzieren wir täglich sehr viel Abfall, der vorgängig schon durch viele Hände gegangen ist und der dann in der Kehrrichtverbrennungsanlage auch wieder durch verschiedene Hände und Maschinen geht. Diese Vernetzungen sollten uns im Alltag immer wieder bewusst sein. Dadurch wird das Produkt viel mehr geschätzt und auch die Arbeit, die dahinter steckt.
Stefanie Dudler, LG04 A
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